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Grundlagen der Biochemie nach Dr. Schüßler - Zu welchen Erkrankungen kann ein Mangel an Kalium chloratum führen?

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Grundlagen der Biochemie nach Dr. Schüßler

Zu welchen Erkrankungen kann ein Mangel an Kalium chloratum führen?

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Behandlungsempfehlung

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Allgemeine Anwendungshinweise für Kalium chloratum

Potenz: Die empfohlene Potenz ist die D 6. Eingenommen werden in der Regel 3-mal täglich 2 Tabletten. Das Schüßler-Salz Nr. 4 wird so lange eingenommen, bis die Zunge nicht mehr weiß belegt ist. Bei Erkrankungen infolge eines chronischen Mineralstoffmangels kann das mitunter mehrere Monate dauern.

Akute Erkrankungen: Kalium chloratum ist das wichtigste Mittel für das zweite Stadium einer Krankheit, in dem die Gefahr besteht, dass sich ein zunächst akuter und entzündlicher Zustand im Körper chronisch manifestiert. Der Mineralstoff kann dem vorbeugen. Beispielsweise werden bei akuten Erkältungskrankheiten, Entzündungen wie Gastritis oder Entzündungszeichen stündlich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 4 eingenommen, bis eine Besserung eintritt. Mitunter ist die stündliche Einnahme mehrere Tage lang notwendig. Danach die Dosierung auf 6- bis 10-mal täglich 2 Tabletten reduzieren. Das Schüßler-Salz Nr. 4 in dieser Dosierung so lange einnehmen, bis die Zunge nicht mehr weiß belegt ist (meist 7-10 Tage). Bei Kindern kommt das Schüßler-Salz Nr. 4 nur bei akuten Erkältungskrankheiten zum Einsatz.

Salbe oder Creme: Bei Couperose und Rosazea empfiehlt es sich, eine Creme oder Salbe, die das Schüßler-Salz Nr. 4 enthält, auf betroffene Hautareale aufzutragen. Auch bei Durchblutungsstörungen und Besenreisern hat sich das Auftragen einer solchen Salbe beziehungsweise Creme bewährt, wobei sie dann mindestens 2-mal täglich angewendet werden sollte.

Ergänzende Salze: Ergänzende Salze zum Schüßler-Salz Nr. 4 sind abhängig von der Grunderkrankung. Im Falle einer Erkältung kommen die Schüßler-Salze Nr. 3 und Nr. 6 in Frage, bei Übergewicht die Schüßler-Salze Nr. 5, Nr. 8, Nr. 9 und Nr. 10. Bei Erschöpfung und Müdigkeit sollte mit Schüßler-Salz Nr. 2 kombiniert werden und bei Hauterkrankungen mit Schüßler-Salz Nr. 11.

Atmungsorgane

Wenn Erkältungsviren in den Körper eindringen, muss der Körper sie abwehren. Es kommt zu Entzündungsreaktionen, manchmal mit Fieber. Nach dem ersten sogenannten trockenen Stadium geht die Erkrankung in das zweite Stadium über, das Entzündungsstadium. In dieser Phase versucht der Körper, die Keime mit Eiweißstrukturen in Form von Leukozyten einzuhüllen und so unschädlich zu machen. Dabei entstehen Katarrhe mit zähflüssigen, weißen oder weiß-grauen Absonderungen. Bei starker Keimbelastung kommt es zu einer Schwellung des umliegenden Gewebes, etwa der Nasenschleimhäute.

Mangelt es dem Körper an Kalium chloratum, zeigt sich das in diesem Stadium besonders. In den oberen Atemwegen beispielsweise kommt es in Folge des Mangels zu einer Ansammlung von festem, besonders zähem Schleim, es entsteht ein Bronchialkatarrh. Der Betroffene hat starken Husten mit Rasseln in der Brust auf Grund des zähen Schleims. Bei der Auskultation sind pfeifende Atemgeräusche zu hören.

Neben einem Bronchialkatarrh können weitere Mangelkrankheiten auftreten, die durch zähes Sekret und serofibrinöse Flüssigkeit gekennzeichnet sind. Asthma bronchiale ist eine davon. Ebenso kann eine Lungenentzündung Folge eines Mangels sein. Gibt man das Schüßler-Salz Nr. 4, lösen sich allmählich die fibrinösen Ausschwitzungen, die nach dem Fieberstadium zurückbleiben. Eine typische Mangelkrankheit ist auch die Entzündung des Brust- und Rippenfells. Hierbei lagert sich serofibrinöse Flüssigkeit im Spalt zwischen Brust-und Rippenfell an. 

Behandlungsempfehlung

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bei Erkältung und Nebenhöhlenbeschwerden

Im akuten Stadium stündlich jeweils 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 4 einnehmen. Sobald Besserung eintritt, mindestens 7 bis 10 Tage lang 5-mal täglich 2 Tabletten einnehmen. Danach die Dosierung auf 3-mal täglich 2 Tabletten reduzieren. Das Schüßler-Salz Nr. 4 so lange in der Dosierung einnehmen, bis die Zunge frei von Belag ist.

Fallbeispiel

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Chronische Sinusitis

Krankengeschichte: Eine 32-jährige Frau kommt mitten im Sommer mit Schnupfensymptomen und Symptomen einer beidseitigen Nebenhöhlenentzündung in die Praxis. Seit dem Winter leidet sie unter den Symptomen. Die durch die Nebenhöhlenentzündung verursachten Kopfschmerzen sind so stark, dass sie regelmäßig Schmerztabletten einnehmen muss. Auf ihren Wangen fällt eine ausgeprägte violette Venenzeichnung auf. Sie gibt an, viele kalte Lebensmittel zu essen, morgens Südfrüchte mit Joghurt, mittags Salat oder ein Sandwich. Am Abend verzichtet sie auf die Mahlzeit, weil sie auf ihr Gewicht achtet, bei einer Größe von 168 cm wiegt sie 52 Kg.  Sie neigt zu Durchfällen, die Zunge ist hochflorig weiß belegt.

Verordnung: 4 Wochen lang 5-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 4 einnehmen sowie morgens und mittags das Schüßler-Salz Nr. 8 als „Heiße 8“ anwenden.

4 Wochen später: Die Patientin hat kaum noch Beschwerden und fühlt sich zum ersten Mal seit Jahren gesund und robust. Die Durchfälle sind seltener geworden. Der Zungenbelag ist noch vorhanden, aber weit weniger stark ausgeprägt. Die Patientin hat ihre Ernährung umgestellt und isst nun morgens Porridge und mittags Suppe oder Eintopf. Sie friert nicht mehr und leidet nicht mehr unter der Zugluft an ihrem Arbeitsplatz (sie arbeitet am Empfang einer großen Firma).

Verordnung: 3-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 4 so lange einnehmen, bis die Zunge nicht mehr weiße belegt ist. Zur Stärkung der Immunabwehr zusätzlich für mindestens 12 Wochen lang 3-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 2 einnehmen sowie ab Herbst 6 Wochen lang morgens das Schüßler-Salz Nr. 3 als „Heiße 3 anwenden“.

 Ohren

Das Ohr ist darauf angewiesen, dass der Abfluss schädlicher oder körperfremder Stoffe physiologisch gewährleistet ist. Durch Verstopfungen und Schwellungen der Eustachischen Röhre und der Paukenhöhle, die im zweiten Stadium von Erkältungskrankheiten oft auftreten, ist das nicht mehr gewährleistet.

Behandlungsempfehlung

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bei Ohrenentzündungen

Kinder neigen zu Ohrschmerzen und -entzündungen. Für sie ist Kalium chloratum daher ein wichtiges Mittel für die Behandlung. Im akuten Stadium stündlich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 4 einnehmen. Sobald Besserung eintritt, mindestens 7 bis 10 Tage lang 5-mal täglich 2 Tabletten einnehmen. Danach die Dosierung auf 3-mal täglich 2 Tabletten reduzieren. Das Schüßler-Salz Nr. 4 so lange in der Dosierung einnehmen, bis die Zunge frei von Belag ist.

Ergänzende Salze: Kinder, die eher schlank oder sogar untergewichtig sind, sollten auf jeden Fall 6 Wochen lang zusätzlich das Schüßler-Salz Nr. 2 in einer Dosierung von 3-mal täglich 2 Tabletten einnehmen.

Hat das Kind extreme Schmerzen, empfiehlt sich die Gabe des homöopathischen Mittels Chamomilla D 12 mit 6-10 Gaben täglich á 3 Globuli bis das Kind schmerzfrei ist.


Verdauungssystem

Der gesamte Verdauungstrakt ist vom Mund bis zum Anus mit Schleimhaut ausgekleidet. Die Schleimhautzellen haben wie alle Zellen eine semipermeable Membran, die den Transfer aller Nährstoffe und von Flüssigkeiten ermöglicht. Es braucht für die Bildung der semipermeable Membran Kalium chloratum. Ist sie auf Grund eines Mangels an dem Mineralstoff mehr ausreichend durchlässig, behindert das die Aufnahme von Vitaminen, Spurenelementen etc. Daher ist Kalium chloratum vor allem für die Zellen im Verdauungstrakt wichtig. Die Symptome eines Mangels können sehr vielfältig sein und reichen von weißlichem Zungenbelag und Magenschleimhautentzündung über Durchfälle unklarer Ursache bis hin zu Darmerkrankungen. Häufig stehen dann Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten in Verdacht, diese Symptome auszulösen. Oft fehlt es aber nur an Kalium chloratum.

Auch die an der Verdauung beteiligten Drüsen benötigen ausreichend Kalium chloratum, damit sie einwandfrei arbeiten und notwendige Verdauungssekrete sezernieren können. Sind die Drüsen durch einen Mangel an Kalium chloratum in ihrer Funktion beeinträchtigt, kann es ebenfalls beispielsweise zu einer Magenschleimhautentzündung kommen. Ein typisches hinweisgebendes Zeichen ist dann, dass der Patient weißen, fadenziehenden, zähen Schleim erbricht.

Behandlungsempfehlung

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bei Durchfällen und Entzündungen des Verdauungstrakts

In akuten Phasen stündlich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 4 einnehmen, bis die Beschwerden abklingen. Anschließend 7 bis 10 Tage lang 5-mal täglich 2 Tabletten einnehmen. Danach die Dosierung auf 3-mal täglich 2 Tabletten reduzieren. Das Schüßler-Salz Nr. 4 so lange in der Dosierung einnehmen, bis die Zunge frei von Belag ist. Das kann Wochen bis Monate dauern.

Ergänzende Salze: Das Schüßler-Salz Nr. 3 als „Heiße 3“ bei starken Entzündungsreaktionen anwenden sowie das Schüßler-Salz Nr. 8 als „Heiße 8“ bei Durchfällen, die zu starkem Wasserverlust führen.


Harn- und Geschlechtsorgane

Auch die ableitenden Harnwege sind mit Schleimhaut ausgekleidet. Es diffundieren in diesem Bereich vor allem Flüssigkeit, nierengängige Substanzen wie Harnsäure und Harnstoff, aber auch Säuren. Ein Mangel an Kalium chloratum führt dazu, dass der Faserstoff auch aus den Geweben der Harnwege herausgelöst wird und mit dem Urin ausgeschieden. Bei Frauen kann sich das in weißem Ausfluss zeigen.

Chronische  Blasen- und Nierenentzündungen sowie Eierstock- und Eileiterentzündungen sind ebenfalls typische Mangelkrankheiten. Sie entstehen, wenn das erste Stadium der Krankheit nicht überwunden werden kann und sich leicht Infektionen manifestieren.

Behandlungsempfehlung

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bei Blasen- oder Nierenbeschwerden

In der akuten Phase stündlich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 4 einnehmen, bis die Symptome abklingen. Anschließend 7 bis 10 Tage lang 5-mal täglich 2 Tabletten einnehmen. Schließlich die Dosierung auf 3-mal 2 Tabletten reduzieren und so lange weiter einnehmen, bis keine Entzündungszeichen mehr erkennbar sind. Das kann Wochen bis Monate dauern.

Ergänzende Salze: Das Schüßler-Salz Nr. 3 als „Heiße 3“ bei starken Entzündungsreaktionen anwenden und das Schüßler-Salz Nr. 8 als „Heiße 8“, um die Miktion zu erleichtern.

  

Schleimhäute

Kalium chloratum ist maßgeblich am Aufbau von Eiweißstrukturen beteiligt. Bei einem Mangel an Kalium chloratum werden die Schleimhäute daher strapaziert, weil der Mineralstoff zum einen für den Aufbau fehlt und zudem aus den Schleimhäuten herausgelöst wird, wie auch aus der Haut. Dies äußert sich in einer starken Entzündungsneigung, die sich vor allem im Respirations-, aber auch imMagen-Darm-Trakt zeigt.

Merke

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Allergien betreffen häufig die Schleimhäute im Respirationstrakt, Unverträglichkeiten meistens die Schleimhäute des Darmes. Kalium chloratum ist demzufolge eines der wichtigsten Mittel bei der Behandlung von Allergien und Unverträglichkeiten.

Kalium chloratum ist aber auch am Abbau verschiedenster Eiweißstrukturen beteiligt, beispielsweise Leukozyten oder Lymphozyten, aber auch der mit der Nahrung aufgenommenen Eiweiße. Fehlt es an dem Mineralstoff und ist dadurch der Abbau nur eingeschränkt möglich, kommt es gerade im Bereich der Schleimhäute ebenfalls zu einer starken Entzündungsneigung.

Behandlungsempfehlung

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bei Nahrungsmittelallergien

Mindestens 3 bis 6 Monate lang 3-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 4 einnehmen. 

Ergänzende Salze: Wenn akute Entzündungsreaktionen auftreten, morgens eine „Heiße 3“ anwenden.

Sehr schlanke oder auch untergewichtige Personen sollten zusätzlich 3-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 2 einnehmen und übergewichtige das Schüßler-Salz Nr. 22 in derselben Dosierung.

 

Haut

Wenn der Körper größere Mengen an Kalium chloratum verbraucht, löst er aus den Hautzellen den Faserstoff, um daraus den Mineralstoff zurückzugewinnen. Es bilden sich an der Hautoberfläche Bläschen, die Plasma und die übrigbleibenden Eiweißverbindungen enthalten. Platzen diese Bläschen aus, bleiben mehlartige Absonderungen auf der Haut zurück.

Weiße, etwa stecknadelkopfgroße Absonderungen von Faserstoffen, der sogenannte Hautgrieß, sind daher ebenfalls ein typisches Zeichen für einen Mangel an Kalium chloratum. Auf Brandwunden zeigt sich das gelöste Fasergewebe als weiß-graues Exsudat.

Behandlungsempfehlung

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bei Hautgrieß

Mindestens 6 Monate lang 3- bis 5-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 4 einnehmen. Zusätzlich das Schüßler-Salz Nr. 1 in der hohen Dosierung von täglich 20-30 Tabletten einnehmen, es können stündlich 2 Tabletten, aber auch 5-mal am Tag 5 Tabletten eingenommen werden.

Video: Zu welchen Erkrankungen kann ein Mangel an Kalium chloratum führen?

 
Bindegewebe

Das Bindegewebe ist in der Lage, über viele Jahre hinweg schädigende äußere Einflüsse wie Säuren, Umweltgifte oder Toxine von Krankheitserregern zu absorbieren und im Körper zu deponieren. Es verbraucht dabei große Mengen Kalium chloratum. Fehlt es an dem Mineralstoff, geht die Faserstruktur zugrunde und das Bindegewebe verklebt. Stoffwechselvorgänge können dann nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr ablaufen. Degenerative Prozesse oder schmerzhafte Entzündungsherde sind die Folge. Auch können Kollagenosen entstehen.

Behandlungsempfehlung

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bei Kollagenosen

6 Monate lang 3- bis 5-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 4 einnehmen. Zusätzlich das Schüßler-Salz Nr. 1 in der hohen Dosierung von täglich 20-30 Tabletten einnehmen. Es können stündlich 2 Tabletten, aber auch 5-mal am Tag 5 Tabletten eingenommen werden.

Ergänzende Salze: Wenn nach 12 Wochen keine Veränderung eintritt, die Dosierung vom Schüßler-Salz Nr. 4 auf 3-mal täglich 2 Tabletten reduzieren und dafür zusätzlich vom Schüßler-Salz Nr. 12 mindestens 12 Wochen lang 3-mal täglich 2 Tabletten einnehmen.

Gelenke

Kalium chloratum sorgt dafür, dass die Synovialflüssigkeit (Gelenkschmiere) viskös bleibt und sich nicht verfestigt. Fehlt es an dem Mineralstoff, kann es zu Schmerzen, Entzündungen, Steifheit und Ergüssen im Bereich der Gelenke kommen. Insbesondere chronischer Rheumatismus an den Händen, der mit starker Schwellung der Gelenke einhergeht, kann ein Zeichen für einen Mangel an Kalium chloratum sein. Die Schmerzen verschlimmern sich mit jeder Bewegung. Fragen Sie bei Gelenksbeschwerden immer nach dem Arbeitsplatz und der Ernährung. Nässe und Kälte, aber auch kühlende Ernährung können sehr rasch zu Gelenkentzündungen mit Schmerzen führen.

Behandlungsempfehlung

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bei Gelenkbeschwerden

Bei Gelenkbeschwerden jeglicher Art, die mit einem weißen Zungenbelag einhergehen, 3- bis 5-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 4 einnehmen. In akuten Entzündungsphasen kann die Dosis für einige Tage auf stündlich 2 Tabletten erhöht werden.

Ergänzende Salze: Schüßler-Salz Nr. 7 als „Heiße 7“ gegen Verkrampfungen durch Schmerzen, die Schüßler-Salze Nr. 9 und Nr. 10 bei gleichzeitigem Übergewicht oder Übersäuerung anwenden.

Drüsen

Drüsen erfüllen im Körper verschiedene Aufgaben. Lymphdrüsen beispielsweise tragen mit den von ihnen sezernierten Stoffen dazu bei, den Organismus zu entlasten und belastende Substanzen wie Umweltgifte oder Säuren umzubauen. Die Leber als größte Drüse des Körpers spielt aber auch bei der Verdauung und Ausscheidung sowie der Entgiftung des Körpers eine große Rolle.

Weil die Absonderungen der Drüsen auch Faserstoffe enthalten, ist Kalium chloratum für sie ein wichtiger Mineralstoff. Jede vermehrte Drüsentätigkeit, etwa durch Immunabwehrprozesse in den Lymphknoten, führt zu einem erhöhten Verbrauch von Kalium chloratum. Eine allgemeine Schwäche und Trägheit des Drüsensystems ist ein erstes Zeichen für einen Mangel.

Merke

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Entgiftung ist nicht gleichbedeutend mit Ausscheidung. Dass schädliche Stoffe gebunden werden, auch wenn sie zunächst im Körper bleiben, ist eine wichtige Vorstufe des eigentlichen Entgiftungsvorgangs. Kalium chloratum bindet diese schädlichen Stoffe und bereitet sie somit für die Ausscheidung vor.

Blut

Für den Aufbau der Blutbestandteile und eine physiologische Fließgeschwindigkeit des Blutes ist der Faserstoff notwendig. Bei einem Mangel an Kalium chloratum kann das für die Blutgerinnung wichtige Protein Fibrin nicht mehr vernetzt, gebunden und eingebaut werden. Es flockt aus. Wenn der Faserstoff durch einen Mangel an Kalium chloratum verklebt, wird das Blut dickflüssiger. Damit steigt auch das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle, Tiefe Beinvenenthrombosen etc.

Merke

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Die Behandlung dieser Erkrankungen muss durch einen Arzt erfolgen. Das Schüßler-Salz Nr. 4 kann nur ergänzend und höchstens in der Standard-Dosierung eingesetzt werden.

Nervensystem

Weil Kalium chloratum für optimale physiologische Fließeigenschaften des Blutes sorgt, spielt der Mineralstoff eine große Rolle für die gute Durchblutung aller Körperstrukturen. Bei einem Mangel an Kalium chloratum treten daher als Folge einer Minderdurchblutung entsprechende Symptome auf. Anfangs zeigt sich die Minderdurchblutung in bläulicher oder livider Verfärbung der Haut und Kälte. Später kommen Missempfindungen in den betroffenen Bereichen dazu, da auch die Nerven auf eine ausreichende Durchblutung zur Nährstoffversorgung und Durchwärmung angewiesen sind. Die Missempfindungen können sich zu massiven Beschwerden mit starken Schmerzen steigern, die bei Bewegung auftreten beziehungsweise sich bei Bewegung verschlimmern.

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bei Durchblutungsstörungen

5-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 4 einnehmen, bis die Beschwerden sich bessern. Das kann Monate dauern. Sobald eine Verbesserung eintritt, die Dosierung auf 3-mal täglich 2 Tabletten reduzieren. Das Schüßler-Salz Nr. 4 dann noch mindestens 6 bis 12 Monate in dieser Dosierung einnehmen.

Ergänzende Salze: Bei Kraftlosigkeit und körperlichem Verfall zusätzlich 3-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 2 und bei Übergewicht zusätzlich 2-mal täglich (morgens und mittags) 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 5 einnehmen

Augen

Mit ihrer Tränenflüssigkeit reinigen sich die Augen selbst. Krankheitserreger und Fremdkörper können dadurch nicht ins Auge eindringen, sondern werden mit der Tränenflüssigkeit herausgespült. Auch entzündliche Prozesse werden durch Sekretion der verschiedenen feinen Kanäle und Drüsengänge des Auges behoben. Bei einem Mangel an Kalium chloratum sind diese Selbstreinigungsfunktionen gestört, denn der Faserstoff der Drüsenflüssigkeiten wird in diese nicht mehr eingebaut, sondern aus ihnen gelöst. Dies zeigt sich in weißen oder weiß-grauen Absonderungen. Bei einer Augenlidentzündung sind die Augenlider morgens verklebt, wobei das Sekret eben diese weiße oder weiß-graue Verfärbung hat.

 

Kalium chloratum und die Psyche

Wer ständig erkältet ist, häufig Verdauungsbeschwerden wie Durchfälle oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten hat, fühlt sich nicht wohl. Insofern hat Kalium chloratum indirekt eine Wirkung auf die Psyche. Es gibt keine direkte Auswirkung auf das seelische Wohlbefinden.

Organsystem

Hauptsymptome bei einem Mangel an Kalium chloratum

Bindegewebe

Kollagenosen und Verhärtungen

Gelenke

Schmerzen, Steifheit, Ergüsse

Drüsen

Immunschwäche, Lymphknotenschwellungen, Mastitis

Haut

Schuppen, weißliche Wundsekrete, Hautgrieß, Couperose, Rosazea

Blut

Durchblutungsstörungen, Entzündungsneigung, Besenreißer, Thromboseneigung, Verengung der Herzkrankgefäße, Arteriosklerose, Schlaganfallrisiko

Nervensystem

Neuralgische Schmerzen, Missempfindungen, Durchblutungsstörungen

Augen

Entzündungsprozesse mit weißem Sekret, grauer Star

Schleimhäute

Schleimhautkatarrhe mit weißen Absonderungen, Erkältungsneigung, Verdauungsbeschwerden

Atmungsorgane

Bronchialkatarrh mit weiß-grauem Auswurf, Nebenhöhlenentzündungen,

Ohren

Ohrverstopfung, Mittelohrentzündung

Verdauungssystem

weiß belegte Zunge, Dickdarmentzündungen Dünndarmentzündungen mit Durchfall, Durchfälle unklarer Genese, Gastritis

Harn- und Geschlechtsorgane

Blasenentzündungen, Nierenentzündungen, weißer oder weiß-grauer Ausfluss bei Frauen

 

Video: Zu welchen Erkrankungen kann ein Mangel an Kalium chloratum führen?