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Grundlagen der Biochemie nach Dr. Schüßler - Zu welchen Erkrankungen kann ein Mangel an Kalium phosphoricum führen?

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Grundlagen der Biochemie nach Dr. Schüßler

Zu welchen Erkrankungen kann ein Mangel an Kalium phosphoricum führen?

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Behandlungsempfehlung

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Allgemeine Anwendungshinweise für Kalium phosphoricum

Potenz: Die empfohlene Potenz ist die D 6. Eingenommen werden in der Regel 2-mal täglich 2 Tabletten. Auf Grund seiner anregenden Wirkung das Schüßler-Salz Nr. 5 nicht nach 16 Uhr einnehmen und die Einnahmedauer auf 4 Wochen begrenzen.

Bei Kindern oder Übergewichtigen kann man die Dosis auf 3 Gaben täglich erhöhen und die Einnahmedauer auf 6 Wochen oder auch länger ausdehnen.

Ergänzende Salze: Eine empfehlenswerte Ergänzung ist das Schüßler-Salz Nr. 2 bei gleichzeitiger körperlicher Schwäche, die Schüßler-Salze Nr. 9 und 10 bei Übergewicht und das Schüßler-Salz Nr. 7 bei gleichzeitiger großer Anspannung.

Energiehaushalt

Wenn nach einem starken Energie- oder Kraftverbrauch die Ressourcen des Körpers erschöpft sind und er sie wiederaufbauen will, stellt sich ein diffuses Hungergefühl ein. Der Körper verlangt nach Energie, vor allem nach Zucker, der ein wesentlicher Nährstoff für das Gehirn ist. Zucker versorgt den Körper zudem innerhalb kürzester Zeit mit Energie – schwächt ihn aber auch. Das Verlangen nach Zucker ist ein Zeichen für einen Mangel an Kalium phosphoricum. Der Mineralstoff kann das Verlangen nach dem schnellen Energielieferanten dämpfen, er verschafft dem Körper Zugang zu seinen eigenen Reserven, wenn der Organismus sie schnell benötigt. Denn in der Kombination mit Kalium regt das Phosphat allgemeine Stoffwechselprozesse und die geistige Aktivität an.

Behandlungsempfehlung

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zur Rekonvaleszenz nach langer Krankheit

3-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 5 einnehmen. Wenn die Zunge weiß belegt ist, das Schüßler-Salz Nr. 4 ergänzen und davon stündlich je 2 Tabletten einnehmen.

Ergänzende Salze: Bei starkem Schwitzen 2-mal täglich eine „Heiße 8“ anwenden. Bei geschwächten, abgemagerten, schlanken Personen zeitgleich 3-mal 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 2 geben.

Chronische Müdigkeit kann durch eine anhaltend hohe Konzentration an Gift- und Schlackenstoffen im Körper oder auch durch Übergewicht ausgelöst werden. Kalium phosphoricum kann dabei helfen, die schädlichen Stoffe zu binden und schließlich auszuscheiden. Die Müdigkeit wird durch die Anregung der Selbstregulation des Körpers gelindert.

Behandlungsempfehlung

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bei starker Erschöpfung und Müdigkeit

4-6 Wochen morgens und mittags je 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 5 einnehmen. Wird ein Johanniskrautpräparat eingenommen, erleichtert Nr. 5 die Übergangszeit, bis es wirkt.

Ergänzende Salze: Bei schmalen, zierlichen oder hageren Menschen das Schüßler-Salz Nr. 2 zusätzlich zum Aufbau von Körpersubstanz einsetzen, bei übergewichtigen Menschen die Schüßler-Salze Nr. 9 und 10 als „Heiße Getränke“.

Nervensystem

Eine allgemeine Nervenschwäche und vor allem geistige Erschöpfung ist eines der entscheidenden Leitsymptome für einen Mangel an Kalium phosphoricum. Die Denkfähigkeit, aber auch Merk- und Konzentrationsfähigkeit ist dann eingeschränkt. Der Gehirnstoffwechsel ist verlangsamt, die Betroffenen sind gleichzeitig erschöpft und unruhig, was sich vor allem in den Abendstunden zeigt. Die Energiereserven reichen nicht mehr für zielgerichtete Aktivitäten aus, aber der Körper kommt auch nicht zur Ruhe. So stehen die Betroffenen immer wieder auf, um etwas zu erledigen, können durch die Erschöpfung ihre Tätigkeiten aber nicht beenden.

Den größten Einfluss hat ein Mangel auf das sympathische Nervensystem. Weil die Stabilität und Durchlässigkeit der Biomembranen durch einen Mangel beeinträchtigt ist, kommt es zu einer verlangsamten Ernährung der Zellen mit einer entsprechenden Verlangsamung des Zellstoffwechsels. Dieser kann sich an den betroffenen Organsystemen auf unterschiedliche Weise äußern:

  • Kopfschmerzen bei blassen und reizbaren Personen
  • nervöse Überempfindlichkeit
  • nervöser Schwindel
  • motorische Unruhe, ständiges Hin- und Herlaufen oder Aufspringen
  • träge Impulsübertragung vom Nerv auf den Muskel

 

Im Bereich der für die Empfindung zuständigen Nerven können bei mangelnder Versorgung und dem daraus folgenden unzureichenden Zellstoffwechsel Schmerzen mit Lähmungsgefühlen, Taubheit und Empfindungslosigkeit entstehen. Die Beschwerden bessern sich durch Anfächeln kühler Luft. An den für die Bewegung zuständigen Nerveb verursacht ein Mangel an Kalium phosphoricum eine Muskel- und Nervenschwäche, die bei einem sehr lange bestehenden Mangel bis zur Lähmung und Muskelschwund führt, weil sich die Zellen nicht erneuern können.

Behandlungsempfehlung

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zur Stärkung der Nerven bei Reizbarkeit und Nervosität

4-6 Wochen lang morgens und mittags 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 5 einnehmen.

Ergänzende Salze: Bei großer Anspannung und Neigung zu Hyperaktivität jeweils morgens und abends eine „Heiße 7“ anwenden. Bei großer körperlicher Belastung und Anstrengung morgens statt einer „Heißen 7“ eine „Heiße 3“ anwenden.

Herz

Wenn sich der Mangel an Kalium phosphoricum auf das Herz auswirkt, hat es weniger Kraft. Langfristig hat dies Auswirkungen auf den ganzen Körper, weil alle anderen Organe schlechter mit Blut versorgt werden. Herzklopfen mit Herzangst sowie Herzschwäche sind typische Symptome für einen Mangel.

Behandlungsempfehlung

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bei Herzklopfen und Herzangst

Morgens und mittags je 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 5 einnehmen. 

Ergänzende Salze: Bei starker Unruhe zusätzlich 1- bis 2-mal täglich eine „Heiße 7 anwenden“. Zur Verbesserung der Sauerstoffversorgung des Herzens morgens eine „Heiße 3“ anwenden. Bei starkem Herzklopfen oder großer Angst vom homöopathischen Mittel Aconitum in der Potenz C 30 im Abstand von 1 Stunde jeweils 5 Globuli geben (maximal 3 Gaben am Tag).

zur Unterstützung bei Herzerkrankungen

Jeweils morgens und mittags 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 5 einnehmen. Ergänzend am Morgen eine „Heiße 3“ anwenden, um die Sauerstoffversorgung des Herzens zu verbessern. Je nach Wirkung diese Kombination als Kur für 6 bis 12 Wochen einsetzen. Auch eine dauerhafte Gabe ist möglich.

Ergänzende Salze: Magere oder untergewichtige Patienten nehmen mindestens 6 -12 Monate lang 3-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 2 ein. Bei Wassereinlagerungen kann die „Heiße 8“ zur Entwässerung eingesetzt werden.

 

Muskeln

Besteht ein Mangel über längere Zeit, ist auch die Reizweiterleitung vom Nerv auf den Muskel beeinträchtigt. Dies macht sich vor allem in mangelnder Leistungsfähigkeit und Muskelschwäche bemerkbar.

Gleichzeitig führt aber die geistige Unruhe dazu, dass der Betroffene daueraktiv ist. Das entkräftet die Muskulatur zusätzlich. Vor allem der Herzmuskel wird durch einen Mangel stark strapaziert. Es zeigen sich dann Symptome wie Herzstolpern, Tachykardie oder auch anfallsweise Herzrasen.

Behandlungsempfehlung

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bei Herzbeschwerden mit gleichzeitiger Muskelschwäche

Morgens und mittags je 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 5 einnehmen. Bei starker Unruhe in der Nacht eine abendliche Gabe von 2 Tabletten ergänzen.

Ergänzende Salze: Zur Sauerstoffversorgung des Herzens auf jeden Fall morgens eine „Heiße 3“ anwenden.

Herzbeschwerden führen immer auch zu einer starken inneren Anspannung, da die Symptome auf Grund der zentralen Rolle des Organs für den gesamten Körper als lebensbedrohlich wahrgenommen werden. Daher das Schüßler-Salz Nr. 7 immer zusätzlich verabreichen.

 

Video: Zu welchen Erkrankungen kann ein Mangel an Kalium phosphoricum führen?

 

Mund

Die verlangsamten Stoffwechselprozesse im Körper zeigen sich bei einem Mangel an Kalium phosphoricum vor allem durch Mundgeruch. Er ist oft eines der ersten Symptome. Auf Grund des trägen Stoffwechsels gelangen die abgebauten Stoffwechselprodukte nicht zügig zu den Ausscheidungsorganen. Der träge Stoffwechsel führt zudem zu einer verlangsamten Verdauung, was einen Fäulnisprozess im Magen, aber vor allem im Darm mit Bildung von Fuselalkoholen nach sich ziehen kann. Dieser Fäulnisprozess verursacht einen starken Geruch aus dem Mund sowie von Stuhlgang, Schweiß und Urin.

Darüber hinaus führt der Mangel an diesem Mineralstoff zu Entzündungsprozessen im Mundbereich, etwa zu Aphten oder Rhagaden und auch dem Gefühl einer brennenden Zunge. Auch anhaltendes Zahnfleischbluten weist auf einen ausgeprägten Mangel hin.

Behandlungsempfehlung

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bei Mundgeruch

4-6 Wochen lang morgens und mittags 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 5 einnehmen.

Ergänzende Salze Bei Mundgeruch können je nach Begleitsymptomatik die Schüßler-Salze Nr. 2, 3 und Nr. 4 notwendig sein. Bei gleichzeitigem Übergewicht für mehrere Monate zusätzlich jeweils 1-mal täglich eine „Heiße 9“ und „Heiße 10“ anwenden.

Merke

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Die Behandlung von Erkrankungen im Mundbereich ist Heilpraktikern verboten. Trotzdem ist es möglich, das Schüßler-Salz Nr. 5 begleitend zu einer ärztlichen Behandlung zu empfehlen, vor allem, wenn starkes Zahnfleischbluten, Parodontose oder auch Mundgeruch besteht.

Haut und Haare

Kalium phosphoricum ist an der Zell-  und damit Gewebeneubildung beteiligt. Es ist somit für die Haut, die sich vor allem an der Oberfläche ständig neu bildet, ein äußerst wichtiger Mineralstoff. Ein Mangel führt zu blasser, grau aussehender Haut, weil sich die Zellen nur extrem verlangsamt erneuern.

Auch um das Haarwachstum zu ermöglichen, ist der Mineralstoff wichtig.  Fehlt Kalium phosphoricum, kommt es häufig zu kreisrundem Haarausfall.

Behandlungsempfehlung

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bei kreisrundem Haarausfall

6 -12 Wochen lang morgens und abends 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 5 einnehmen. Ergänzend das Schüßler-Salz Nr. 11 in hohen Dosen, also täglich 20 bis 30 Tabletten, anwenden.

Ergänzende Salze: Bei schmalen, zierlichen oder abgemagerten Personen Schüßler-Salz Nr. 2 mit 3-mal täglich 2 Tabletten einsetzen. Wenn eine sichtbare Verbesserung eingetreten ist, kann das Mittel ausgeschlichen werden.

Verdauungssystem

Im Verdauungstrakt gibt es in allen Abschnitten und zugehörigen Organen unzählige Zellen, die wichtig sind für den reibungslosen Ablauf physiologischer Stoffwechsel-und Verdauungsprozesse. Damit alle Vorgänge innerhalb und zwischen diesen Zellen reibungslos ablaufen können, müssen die Zell- und Biomembranen durchlässig und beweglich bleiben. Dafür ist Kalium phosphoricum notwendig. Bei einem Mangel können daher zahlreiche Stoffwechsel- und Verdauungsstörungen mit einer Vielzahl an Symptomen auftreten. Die Darmschleimhaut als Teil des Immunsystems ist zudem eine wichtige Barriere, die den Körper vor dem Eindringen schädlicher Stoffe, Allergene und Krankheitserregern schützt.

Menschen mit einem Mangel an Kalium phosphoricum neigen zu Pilzinfektionen, die den ganzen Magen-Darm-Trakt befallen können. Der Soor kann sich bereits im Mund durch weißen, hochflorigen Belag zeigen, sich aber auch im Magen und vor allem im Dickdarm ausbreiten.

Wenn der Darm bei einem Mangel nicht mehr ausreichend funktionsfähig ist, kann es zu Durchfällen kommen. Diese sind auf Grund der bei Infektionen oder den eingeschränkten Stoffwechselprozessen entstehenden Fäulnisgifte oft übelriechend und stinkend. Nach der Darmentleerung fühlt sich der Betroffene sehr schlapp und verspürt gleichzeitig ein Hungergefühl.

Magengeschwüre oder Magenentzündungen, aber auch Entzündungen in der Speiseröhre sowie Funktionseinschränkungen in diesen Organen können auftreten. Die für einen Mangel an Kalium phosphoricum typischen Zeichen wie Anspannung, Reizbarkeit und Hyperaktivität können diese noch verstärken.

Behandlungsempfehlung

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bei Pilzinfektionen

4 Wochen lang morgens und mittags 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 5 einnehmen.

Ergänzende Salze Körperlich schwachen Patienten 6-12 Wochen lang zusätzlich 3-mal 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 2 geben. Bei kräftigen Patienten 6 Wochen lang die Regeneration der Darmschleimhaut mit 3-mal 2 Tabletten vomSchüßler-Salz Nr. 4  unterstützen. Pilzinfektionen im Bereich des Dünndarms sprechen für einen extrem großen Mangel und bedürfen längerer Einnahmezeiten.

Da Pilze ein feuchtes Klima benötigen, um wachsen zu können, zusätzlich das Schüßler-Salz Nr. 8 als „Heiße 8“ anwenden. Es leitet Feuchtigkeit aus.

Fieber und Infektabwehr

Die aktivierende Wirkung von Kalium phosphoricum kommt zum Tragen, wenn Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien in den Körper eingedrungen sind. Eine ausreichende Menge an Kalium phosphoricum ist notwendig, damit im Körper eine Temperaturerhöhung auf über 39 Grad Celsius erreicht wird. Durch diesen starken Wärmeprozess wird die Aktivierung von Abwehrstoffen angeregt und beschleunigt, sodass Bakterien und Viren bekämpft werden können. Besteht ein Mangel, steigt die Körpertemperatur nicht an. Der Mineralstoff ist zudem an der Bildung von Leukozyten beteiligt.

Augen

Müde Augen sind immer Ausdruck eines Mangels an Kalium phosphoricum. Der Blick wirkt matt, auch im Gespräch glänzen die Augen oft nicht mehr. Zuckungen der Augen, Schmerzen und Druckempfindlichkeit der Augäpfel sowie Sehen von Lichtblitzen lassen sich auf die nervöse Erschöpfung zurückführen, der ein Mangel an Kalium phosphoricum zu Grunde liegt.

Behandlungsempfehlung

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bei Sehstörungen unter Stress

4-6 Wochen lang morgens und mittags je 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 5 einnehmen. Zusätzlich 1- bis 2-mal täglich eine „Heiße 7“ anwenden.

Ergänzende Salze: Bei sehr schlanken oder untergewichtigen Patienten zusätzlich 3-mal täglich 3 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 2 geben. Die Einnahmedauer beträgt häufig 12 Wochen oder länger.

Harn- und Geschlechtsorgane

Nieren, Blase und die Geschlechtsorgane haben einen engen Bezug zur seelischen Verfassung eines Menschen. Sie sind allesamt Organe, die sehr sensibel auf ein seelisches Ungleichgewicht reagieren. Im Bereich der Harn- und Geschlechtsorgane spielt der Einfluss von Kalium phosphoricum auf das Nervensystem eine große Rolle. So haben die meisten Mangelkrankheiten in diesem Organsystem nervliche Ursachen und können wiederum auf einen instabilen und geschwächten Zellstoffwechsel der Nervenzellen zurückgeführt werden. Es kann beispielsweise als Vorläufer eines Burnouts wiederholt zu Blasenbeschwerden kommen, wie einer Reizblase. Auch die Blasenschwäche kann mit einer hohen Arbeitslast oder einer extremen seelischen Belastung zusammenhängen.

Merke

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Es ist wichtig, genau zu prüfen, ob es körperliche Ursachen für die Symptome gibt. Körperliche Ursachen für Blasenbeschwerden, wie Bakterien oder Unterkühlung, können nicht mit dem Schüßler-Salz Nr. 5 behandelt werden, dafür braucht es die „Entzündungssalze“ Nr. 3, Nr. 4 oder sogar Nr. 6.

Bei einem Mangel an Kalium phosphoricum nimmt das sexuelle Verlangen ab und versiegt mit zunehmendem Mangel nahezu völlig. Besonders bei Männern fällt dieses Symptom auf, da sie sexuelle Aktivität häufig zur Entspannung einsetzen. Ist dies nicht mehr möglich, kommt es zu einer zunehmenden Anspannung, für die oft auf den ersten Blick keine Ursache gefunden wird.

Behandlungsempfehlung

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bei mangelndem sexuellen Verlangen

Mindestens 6 Wochen lang 2-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 5 einnehmen.

Ergänzende Therapie: Die Wirkung des Schüßler-Salzes Nr. 5 lässt sich durch die Gabe des homöopathischen Mittels Acidum phosphoricum unterstützen. Ebenfalls 6 Wochen lang 3-mal täglich 5 Globuli in der Potenz D12 geben.

Kalium phosphoricum und die Psyche

Auf Grund der stabilisierenden Wirkung von Kalium chloratum auf Nerven und Gehirn führt ein Mangel zu geistiger Antriebsschwäche, zu Mutlosigkeit und Apathie. Die Lebensenergie scheint zu schwinden. Bei Kindern macht sich das durch Lern- und Konzentrationsschwäche bemerkbar, bei Erwachsenen kommt es langfristig zum Burnout und zur Depression. Medizinisch gibt es dafür keine Erklärung. Die TCM sieht dagegen den Bezug zum Herz als Organ des Feuerelementes, das für die grundsätzliche Lebensaktivität zuständig ist. Überreizung, Verstimmungen und geistige Erschöpfung sind also aus deren Sicht typische Symptome für einen Mangel.

Kalium phosphoricum wirkt insbesondere auf das Herz kräftigend, was sich auch auf die Seele auswirkt. Es fällt bei Patienten mit einem Mangel auf, dass sie in der Erschöpfung gleichzeitig unruhig sind. Mit fortschreitendem Krankheitsverlauf wird die Unruhe extrem und beeinträchtigt auch den Schlaf. Die Zusammenhänge zwischen Herz und Seele sind schulmedizinisch noch nicht abschließend geklärt, aber allein schon in der Umgangssprache wird der Zusammenhang deutlich: man tut etwas mit dem Herzen oder ist mit dem Herzen dabei. Etwas intensiv tun, also auswendig können, heißt in englisch „knowing it by heart“. Aus Sicht der TCM ist schon lange bekannt, dass eine Schwäche des Herzens die Ursache für Depressionen sein kann. Allem voran geht heute die Erkrankung des „Burnout“, der mit Erschöpfung beginnt und mit einer uferlosen Depression endet. Hier kann Kalium phosphoricum gute Dienste leisten.

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bei Burnout und Depression

3-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 5 einnehmen, wobei die letzte Einnahme nicht nach 16 Uhr sein sollte. Bei einem massiven Burnout oder einer Depression kann es bis zu 12 Wochen eingesetzt werden.

Ergänzende Salze Wenn sich Symptome zeigen wie Herzrasen, -stolpern oder Herzangst ergänzend morgens die „Heiße 3“ anwenden. Wenn es schwerfällt, alte Erfahrungen hinter sich zu lassen, ergänzend die „Heiße 8“ anwenden. Wenn gleichzeitig Schlafstörungen bestehen, abends die „Heiße 7“ anwenden. Im Extremfall alle 4 Salze gleichzeitig anwenden. Dann ist morgens „Heiße 3“, mittags „Heiße 8“ und abends „Heiße 7“ und zwischendurch das Schüßler-Salz Nr. 5 einzunehmen.

Merke

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Bei Patienten mit einem Erschöpfungssyndrom, einem Burnout, Herzbeschwerden oder Depression gilt es immer die dahinterliegende Ursache zu erkennen, die meist in negativen Glaubenssätzen, falschen Gedankenmustern oder überholten Prägungen aus der Kindheit liegen.

 

Video: Zu welchen Erkrankungen kann ein Mangel an Kalium phosphoricum führen?

 

Organsystem

Hauptsymptome bei einem Mangel an Kalium phosphoricum

Muskeln

Gefühl von Lähmung und Muskelschwäche

Mund

Aphthen, Rhagaden, Soor, Zahnfleischbluten

Haut und Haare

kreisrunder Haarausfall, Pilzinfektionen

Herz

Herzschwäche, Herzangst, nervöses Herzklopfen, allgemeines Schwächegefühl

Fieber und Immunabwehr

kein Fieber

Energiehaushalt

geistige Antriebsschwäche und Erschöpfung, verzögerte Rekonvaleszenz, Hunger, anhaltende Müdigkeit, Burnout, Übergewicht

Nervensystem

Unruhe, Kopfschmerzen, nervöse Überempfindlichkeit

Augen

müde Augen, Sehschwäche durch Überanstrengung, Lichtsehen nach hoher Belastung

Verdauungssystem

Pilzinfektionen des Magen-Darm-Trakts, nervöser Magen

Harn- und Geschlechtsorgane

Reizblase, Blasenschwäche in Verbindung mit Stress, mangelndes sexuelles Verlangen

Psyche

Erschöpfung mit Unruhe, Burnout, Depression