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Taping für Heilpraktiker - Lymphtechnik

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Taping für Heilpraktiker

Lymphtechnik

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Inhaltsverzeichnis

Die Lymphtechnik wird eingesetzt, um den Lymphfluss zu aktivieren. Wichtig ist hierbei, dass der Abtransport der Lymphflüssigkeit gewährleistet sein sollte. Geschädigte Lymphwege aufgrund von Operationen und anderen Einflussfaktoren gelten als Kontraindikation. In diesem Fall ist es unter Umständen möglich, das Tape um die betroffenen Areale zu führen. Die Basis des Tapes wird im Bereich eines intakten Lymphknotens appliziert.

Lymphtapes werden ohne Zug bzw. ggf. mit einem Zug von 10% und unter Vordehnung des Gewebes appliziert. Sie unterscheiden sich dadurch, dass sie 3–4 Zügel haben. Kann das Gewebe z. B. aufgrund von Bewegungseinschränkungen nicht in Vordehnung gebracht werden, geschieht dies manuell durch den Behandler bzw. den Patienten. Hierbei wird vom sog. „Hautvorschub“ gesprochen.

Die Basis des Tapes befindet sich immer in der Nähe eines Lymphknotens, die einzelnen Zügel führen zum Ödem bzw. umschließen dieses. Je mehr das Gewebe, auf dem das Tape appliziert wurde, bewegt wird, desto effektiver kann die Lymphflüssigkeit abtransportiert werden (s. Lymphtapes).

Lymphtapes finden nach Traumata, Operationen, bei chronisch-venöser Insuffizienz bzw. Stauungssyndromen aufgrund von chronischen bzw. systemischen Erkrankungen Anwendung.

Behandlungsempfehlung

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Lymphtapes mit 3 bzw. 4 Zügeln werden bei intakten und defekten Lymphketten appliziert. Zudem werden bei defekten Lymphketten bevorzugt Spiraltapes eingesetzt.

Anlage eines Fächertapes mithilfe der Lymphtechnik

Fächertape über einer Narbe nach einer Leistenbruchoperation

 

Abb. 5.12 Applikation des 1. Zügels in Richtung Leiste
Abb. 5.12 Applikation des 1. Zügels in Richtung Leiste

 

 

Abb. 5.13 Endanlage.
Abb. 5.13 Endanlage.

 

 

Video 5.7 zeigt die Anlage eines Fächertapes über einer Narbe nach einer Leistenbruchoperation.

 

 

Video: Lymphtechnik

 

 

Definition. Der Leistenbruch wird auch als Leistenhernie bezeichnet. Hierbei dringen das parietale Bauchfell und ggf. intraabdominale Strukturen durch eine Bruchpforte nach außen und es entsteht eine Ausstülpung (Bruchsack).

Ursache. Leistenbrüche entstehen aufgrund eines erhöhten Drucks im Bauchraum. Dieser kann durch die Bauchmuskulatur oder die Bauchorgane, z. B. beim Husten, Niesen oder bei Obstipation, oder durch eine Schwangerschaft hervorgerufen werden.

Hinweis

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Aus Sicht der TCM handelt es sich bei einem Leistenbruch um eine Schwäche der Mitte und somit um einen Milz-Qi-Mangel. Dieser kann durch eine „milzschwächende“ Ernährung entstehen. Hierzu gehören eine kohlenhydrat-, zucker- und fettreiche sowie ballaststoffarme Ernährung.

Medikamente wie Magensäurehemmer (Protonenpumpeninhibitoren, PPI) können die Aufnahme von Kalzium im Körper hemmen. Dies führt mittel- bis langfristig zu einem schwachen Bindegewebe und damit zur Gefahr der Hiatus- (Zwerchfellhernie) oder Leistenhernie.

Anlage und Schnitttechnik. Lymphtechnik, Fächertape

Tapeapplikation:

  • Ein I-Tape wird von oberhalb des Bauchnabels bis zur Leiste abgemessen (ca. 15 cm lang) und in 4 gleich große Zügel geschnitten. Die Ecken werden abgerundet.

 

Behandlungsempfehlung

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Am besten eignen sich Fächertapes mit 4 Zügeln, da mit ihnen ein Großteil des Gewebes umfasst wird.

  • Die Haut wird dort gereinigt, wo das Tape aufgeklebt werden soll.
  • Die Folie des Tapes wird an der Basis eingerissen und vollständig entfernt.
  • Die Basis des 1. Tapes wird oberhalb des Bauchnabels auf die Haut geklebt.
  • Der Patient wird aufgefordert, tief in den Bauch einzuatmen.
  • Dann wird jeder Zügel einzeln und ohne Zug in Richtung der rechten Leiste auf die Haut geklebt (Abb. 5.12).
  • Man streicht mehrmals über das Tape, um es zu fixieren.
  • Das Tape ist nun fertig (Abb. 5.13) und kann erfahrungsgemäß etwa 7 Tage auf der Haut verbleiben.