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Taping für Heilpraktiker - Qualitäts- und Materialeigenschaften des Tapes

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Taping für Heilpraktiker

Qualitäts- und Materialeigenschaften des Tapes

Derzeit gibt es eine Vielzahl von Tapes auf dem Markt. Unabhängig vom Namen bzw. Markennamen des Tapes sollte beim Kauf des Tapes auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis geachtet werden.

Tapes mit hinreichenden Qualitätseigenschaften in Bezug auf die Handhabung, Materialqualität, Verträglichkeit und Lösbarkeit von der Haut bewegen sich aktuell zwischen 6 und 12 € pro Rolle. Dies entspricht einer Rolle mit einer Breite von 5 cm und einer Länge von 5 m.

Die elastischen Tapes unterscheiden sich zumeist nicht wesentlich in Bezug auf ihren grundsätzlichen Aufbau, jedoch sehr in der Qualität der verwendeten Rohstoffe. Hochwertige Tapes sollten unabhängig von der Bestellmenge oder dem Bestellzeitraum eine gleichbleibend hohe Qualität beim jeweiligen Anbieter aufweisen.

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Es bietet sich an, zunächst ein Muster oder einzelne Rollen bei den Herstellern anzufordern, um die Qualität des Tapes zu testen. Auf Kongressen, Ausstellerworkshops und anderen Veranstaltungen können die Tapes zudem ausprobiert werden.

Wichtig ist, dass das erworbene Tape zuerst auf der eigenen Haut getestet wird, um unerwünschte Hautreaktionen beim Patienten zu vermeiden.

Faktoren für eine gute Qualität

Ein Tape in guter Qualität lässt sich sauber schneiden und hinterlässt keine ausgefransten Schnittkanten. Es fasert nicht aus, sondern bildet eine klare Schnittkante.

Betrachtet man das Tape, schließt dieses direkt mit der Trägerfolie ab und zieht sich nicht zurück. Die Baumwollfasern verlaufen in einem rechten Winkel zueinander. Dies ermöglicht eine optimale Kraftverteilung.

Beim Einreißen der Trägerfolie lässt sich das Tape ohne Probleme von dieser lösen. Bei minderwertigen Tapes bleibt die Folie teilweise auf dem Tape haften oder lässt sich nur mit Mühe vollständig entfernen.

Ein weiteres Gütemerkmal stellt die Farbechtheit dar. Günstige Tapes können färben bzw. halten minimalem Abrieb nicht stand.

Beim Kleben des Tapes ist eine Dehnfähigkeit von etwa 130% notwendig. Minderwertige Tapes zeigen entweder eine geringere Dehnbarkeit oder bleiben nach einmaligem Auseinanderziehen in diesem Zustand. Sie „leiern“ aus. Des Weiteren kann es passieren, dass sich nach einiger Zeit die gewünschte Spannung auf der Haut reduziert und sich somit die Wirksamkeit vermindert. Auch das frühzeitige Ablösen oder das Verändern der Form beim Tragen sind Zeichen für eine mangelhafte Qualität. Zudem zeigen sich bei der Verwendung dieser Tapes häufiger Hautunverträglichkeiten.

Minderwertige Tapes riechen merkbar unangenehm bzw. dünsten Gerüche aus. Hochwertige Tapes riechen annähernd neutral.

Merkmale qualitativ hochwertiger Tapes in der Zusammenfassung:

  • saubere Schnittkante
  • keine Auffaserungen
  • Tape schließt mit Trägerfolie ab.
  • Baumwollfasern verlaufen im rechten Winkel.
  • leichtes und sauberes Reißen der Folie möglich
  • Die Spannung auf der Haut bleibt mehrere Tage erhalten.
  • Farbechtheit
  • Dehnfähigkeit von ca. 130%
  • gute Hautverträglichkeit
  • geruchsneutral

 

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Hat der Behandler einen Anbieter mit qualitativ hochwertigen und ansprechenden Tapes gefunden, so sollte er dort auch weiterhin die Ware bestellen. Der Patient ist dankbar für eine gleichbleibende Qualität während der Behandlungen.

Materialeigenschaften und Zusammensetzung

Das elastische Tape besteht aus Baumwollfasern und Acrylkleber. Der Kleber wird innerhalb des Produktionsvorgangs wellenförmig auf die Fasern aufgebracht (Abb. 2.3). Das Tape enthält keinerlei weitere Bestandteile und ist medikamentenfrei. Durch die Faserstruktur erhält es seine Dehnbarkeit. Erst durch die aktive Bewegung des Patienten und die Körperwärme entfaltet sich die volle Wirkung des Tapes. Die Wärme erwärmt den Acrylkleber auf der Trägerfolie. Hierdurch haftet das Tape besser auf der Haut. Zudem führt die zusätzliche Bewegung des Patienten beispielsweise bei einem Lymphtape zum Abtransport der Lymphe, bei einem Faszientape zum Lösen von Crosslinks bzw. Faszienverklebungen.

 

Abb. 2.3 Elastisches Tape mit wellenförmig aufgebrachtem Acrylkleber.

 

Aufgrund der hautfreundlichen Eigenschaften kann der Patient mit dem Tape duschen, baden, schwimmen und auch saunieren.

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Da das Tape auch zum Schwimmen geeignet ist, findet es häufig Anwendung bei Schwimmern und anderen Wassersportlern. Auch bei Kindern kann das Tape hilfreich sein, um Gelenke zu stabilisieren oder die Muskulatur bei bestimmten Schwimmübungen zu unterstützen.

Zusammenfassung der Materialeigenschaften:

  • Baumwollfasern und Acrylkleber
  • wellenförmig aufgebrachter Kleber
  • Dehnfähigkeit von ca. 130%
  • frei von Medikamenten
  • atmungsaktiv
  • hautfreundlich
  • wasserbeständig
  • Aktivierung des Tapes durch Körperwärme und Bewegung

 

Das Tape kann erfahrungsgemäß etwa 5–7 Tage auf der Haut verbleiben. Nach dieser Zeit kann sich die Wirkung des Tapes verringern, da dessen Klebefähigkeit nachlässt. Da Kinder häufig eine empfindlichere Haut als Erwachsene haben, sollte das Tape statt der 5–7 Tage nur etwa 3–4 Tage auf der Haut verbleiben.

Das Tape wird von den meisten Patienten gut vertragen und führt sehr selten zu Hautirritationen (s. Verträglichkeit des Tapes). Das Auftreten eines leichten Kribbelns einige Zeit nach der Applikation zeigt meist eine vermehrte Durchblutung an. Dann entfaltet das Tape seine optimale Wirkung.

Tritt jedoch ein Juckreiz oder eine sichtbare Überempfindlichkeit auf, so sollte das Tape sofort entfernt werden. Besteht zudem eine bekannte Pflasterallergie oder eine Allergie gegen Acrylkleber, ist es empfehlenswert, das Tape zuvor auf ein überschaubares Hautareal, beispielsweise in der Ellenbeuge, zu applizieren. Dann wird in den nächsten 24 Stunden die Hautreaktion beim Patienten abgewartet.

Dehnungsfähigkeit

Das Tape hat eine Dehnungsfähigkeit von ca. 130% in Längsrichtung und wird im Produktionsvorgang mit einer Vordehnung von etwa 10% auf die Trägerfolie aufgebracht (Abb. 2.4, Abb. 2.5, Abb. 2.6). Dehnungen im Querverlauf sind nicht möglich (s. Applikation mit und ohne Zug).

 

Abb. 2.4 Dehnung um ca. 10%.
Abb. 2.4 Dehnung um ca. 10%.

 

 

Abb. 2.5 Dehnung um ca. 50%.
Abb. 2.5 Dehnung um ca. 50%.

 

 

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Abb. 2.6 Dehnung um ca. 130%.