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Grundlagen der Biochemie nach Dr. Schüßler - Welche Neben- und Wechselwirkungen gibt es zu beachten?

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Grundlagen der Biochemie nach Dr. Schüßler

Welche Neben- und Wechselwirkungen gibt es zu beachten?

Die Mineralstofftherapie nach Dr. Schüßler kann im Allgemeinen als frei von Nebenwirkungen angesehen werden. Vorsicht ist geboten, wenn gleichzeitig eine schulmedizinische Behandlung mit bestimmten Medikamenten stattfindet.

Behandlungsempfehlung

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Die schulmedizinische Medikation sollte nie ohne Rücksprache mit dem Hausarzt verändert oder abgesetzt werden. Zudem ist jeder Patient darüber zu informieren, welche Folgen es haben kann, wenn er sich nicht schulmedizinisch behandeln lässt. Die Schüßler-Salze können eine schulmedizinische Behandlung nur dann ersetzen, wenn die Wirkung in angemessener Zeit eindeutig nachweisbar ist.

Blutdrucksenker

Die wichtigsten Mittel, um den Blutdruck zu senken, sind die Schüßler-Salze Nr. 8 Natrium chloratum und Nr. 7 Magnesium phosphoricum. Bei einer parallelen Behandlung mit einem oder mehreren Blutdrucksenkern, möglicherweise in Kombination mit Entwässerungsmitteln, kann die Einnahme der „Heißen 8“ oder „Heißen 7“ beim Patienten zu einem ungewohnt hypotonen Blutdruck und damit einhergehenden Kreislaufproblemen führen. Bluthochdruck-Patienten sollten daher immer begleitend vom Hausarzt betreut werden, um eine neue Einstellung der Medikation vorzunehmen. Auch ist es ratsam, dass der Patient in den ersten 4 Wochen der Schüßler-Behandlung mindestens 2-mal täglich seinen Blutdruck misst und dokumentiert. Nach 4 Wochen reicht eine tägliche Messung. Sobald der systolische Wert unter 120 mmHg fällt oder der diastolische Wert geringer als 80 mmHg ist, sollte unbedingt die schulmedizinische Medikation durch den behandelnden Arzt angepasst werden.

Anders sieht es bei Patienten aus, denen ihr Hausarzt einen Blutdrucksenker empfiehlt, die dieser Einnahme aber ablehnend gegenüber stehen. Hier wäre ein Versuch über 2 bis 3 Monate zu erwägen, ob der Blutdruck durch die Einnahme der entsprechenden Schüßler-Salze (Nr. 8 und Nr. 7) sinkt. Gelingt dies nicht, muss die schulmedizinische Behandlung dringend anempfohlen werden.

Vorsicht

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Bevor Sie mit der Behandlung beginnen, müssen Sie den Patienten aber unbedingt auf die Gefahren und Risiken hinweisen, die es mit sich bringen kann, wenn sie die empfohlenen Blutdrucksenker nicht einnehmen! Ein Aufklärungsformular, das der Patient unterschreibt, ist empfehlenswert.

Schlafmittel

Manche Schlafmittel haben einen starken Gewöhnungseffekt und können abhängig machen. Es empfiehlt sich daher ein langsames Ausschleichen dieser Substanzen, auch wenn die Gabe von Schüßler-Salz Nr. 7 beim Patienten bereits zu einer Reduzierung der Schlafstörungen geführt hat. Sinnvoll ist eine Entwöhnung über mehrere Wochen, indem die Einnahme jeweils um ein Viertel der Gesamtmenge reduziert wird. Erfolgt der Konsum erst seit Kurzem, kann über 4 bis 6 Wochen ausgeschlichen werden. Bei einem Patienten, der seit Jahren Schlafmittel einnimmt, sollte die Entwöhnung über mindestens 4 Monate erfolgen, um Entzugserscheinungen zu verhindern, die meist mit Unruhe und erneuter Schlaflosigkeit (trotz der „Heißen 7“) einhergehen.

Analgetika

Es gibt immer mehr Patienten, die dauerhaft Schmerzmittel einnehmen, weil sie trotz Rücken- und Gelenkerkrankungen oder Kopfschmerzen leistungsfähig sein wollen. Dies ist ein großes Problem, denn die chronische Einnahme von Schmerzmitteln hat Nebenwirkungen und birgt bei bestimmten Wirkstoffen ein Suchtpotenzial. Hausärzte verschreiben zudem immer häufiger opioidhaltige Schmerzmittel, wie beispielsweise Tramadol, die auch sedierende und psychotrope Eigenschaften haben. Das Vorgehen ist hier dasselbe wie bei den Schlafmitteln: Eine Entwöhnung sollte über mehrere Wochen bis Monate erfolgen, in Abhängigkeit von der Konsumdauer.

Diuretika

Viele Patienten denken, die Einnahme von Nr. 8 Natrium chloratum ersetze ihre Diuretika. Dies ist aber nicht der Fall. Die "Heiße 8" kann immer nur unterstützend eingesetzt werden. Allerdings ist es möglich, dass die Kombination aus Diuretika und Schüßler-Salz eine zu starke Ausschwemmung bewirkt. Insbesondere bei Herzerkrankungen oder chronischen Nierenleiden kann dies problematisch sein. Aus diesem Grund ist es generell empfehlenswert, den Patienten zu bitten, seinen Hausarzt über die Einnahme der Schüßler-Salze zu informieren, auch wenn dieser unter Umständen nur ein müdes Lächeln für ihn übrig hat. Aber im Rahmen einer guten Komplementärbehandlung sollte zumindest der Versuch unternommen werden, mit der Schulmedizin zu kooperieren. In manchen Fällen kann auch das Absetzen des Schüßler-Salzes nötig werden.