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Grundlagen der Biochemie nach Dr. Schüßler - Wie kann die Mineralstofftherapie nach Dr. Schüßler mit anderen naturheilkundlichen Verfahren kombiniert werden?

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Grundlagen der Biochemie nach Dr. Schüßler

Wie kann die Mineralstofftherapie nach Dr. Schüßler mit anderen naturheilkundlichen Verfahren kombiniert werden?

Die Mineralstofftherapie nach Dr. Schüßler ist eine Behandlungsmethode, die sich gut mit anderen Behandlungsmethoden kombinieren lässt. Als Behandler haben Sie die Möglichkeit – je nach Qualifikation – die Schüßler-Therapie allein oder in Kombination mit anderen naturheilkundlichen Verfahren einzusetzen. Es muss allerdings zwingend eine Zulassung als „Heilpraktiker“ vorliegen, da eine Beratung zur Mineralstofftherapie eine körperliche Anamnese voraussetzt. Die Zulassung als „Heilpraktiker Psychotherapie“ ist nicht ausreichend. Im Folgenden einige Hinweise zur Kombination anderer Verfahren mit der Mineralstofftherapie nach Dr. Schüßler, deren Anwendungsdauer von der Grunderkrankung abhängt.

Akupunktur

Schüßler-Salze können unter dem Aspekt der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), welche die Grundlage für die Akupunktur ist, sehr gut ergänzend eingesetzt werden. In den Skripten zu den jeweiligen Schüßler-Salzen finden sich immer Hinweise, welches der fünf Element Erde, Metall, Wasser, Holz und Feuer das jeweilige Schüßler-Salz positiv beeinflussen kann. Sofern Akupunktur eingesetzt wird, um ein bestimmtes Organ zu stärken, kann dem Patienten zusätzlich das entsprechende Schüßler-Salz verordnen werden.

Tabelle: Korrespondierende Elemente der TCM und zugehörige Organe.Quelle: Dichtl, Karoline: Das Kältephänomen - der Einkaufshelfer, BoD 2015, S.45.

Schüßler-SalzElementOrgane
Nr. 1 Calcium fluoratumErdelementdreifacher Erwärmer
Nr. 2 Calcium phosphoricumErdelementMilz, Pankreas
Nr. 3 Ferrum phosphoricumFeuerelementDünndarm
Nr. 4 Kalium chloratumWasserelementMagen
Nr. 5 Kalium phosphoricumFeuerelementHerz
Nr. 6 Kalium sulfuricumHolzelementLeber
Nr. 7 Magnesium phosphoricumHolzelementBlase
Nr. 8 Natrium chloratumWasserelementNiere
Nr. 9 Natrium phosphoricumFeuerelementPerikard
Nr. 10 Natrium sulfuricumMetallelementDickdarm
Nr. 11 SiliceaMetallelementLunge
Nr. 12 Calcium sulfuricumHolzelementGallenblase

Bachblüten

Bachblüten werden vor allem bei seelischen Symptomen (z.B. Angst, große Sorge, Eifersucht, Zorn, Ungeduld) eingesetzt. Sie können sehr gut mit den Mineralsalzen nach Dr. Schüßler kombiniert werden, wenn der Patient gleichzeitig seelische Dysbalancen und körperliche Symptome hat. Details finden sich in den Skripten zu den jeweiligen Schüßler-Salzen.

Chirotherapie, Dorn- und Breußtherapie

Diese manuellen Therapieformen, die besonders bei Rücken- und Gelenkssymptomen Anwendung finden, können durch den Einsatz von Schüßler-Salzen besonders gut unterstützt werden. Gerade wenn schwache Bänder oder eine Bindegewebsschwäche dazu führen, dass dieselben Symptome immer wieder auftauchen, ist der Einsatz der Nr. 1 Calcium fluoratum eine sinnvolle Ergänzung, um langfristig Stabilität für den Patienten zu erreichen. Dasselbe gilt, wenn es durch starke Anspannung oder Stress immer wieder zu Verschiebungen im Bereich der Wirbelsäule oder des Nackens kommt. Dann kann das Schüßler-Salz Nr. 7 Magnesium phophoricum helfen, die Grundanspannung zu senken. Bei rheumatischen Schmerzen oder Weichteilrheumatismus wäre der Einsatz „Heißer Getränke“ mit Nr. 9 Natrium phosphoricum und Nr. 10 Natrium sulfuricum eine ergänzende Verordnung wert, insbesondere bei übergewichtigen Patienten.

Fußreflexzonenmassage, Shiatsu

Bei der Fußreflexzonenmassage und auch beim Shiatsu als Druckpunktmassage können alle Organe des Körpers und deren Erkrankungen wahrgenommen und ertastet werden. Es spricht nichts dagegen, dem Patienten eine Empfehlung oder ein Rezept für die Mineralstofftherapie nach Dr. Schüßler als Ergänzung anzubieten. Während manuelle Therapie oder Massage beispielsweise 1-mal wöchentlich erfolgen, kann der Patient in der Zwischenzeit unterstützend die Schüßler-Salze einnehmen.

Homöopathie

Die Kombination von Schüßler-Salzen und homöopathischen Mitteln ist ebenfalls eine sehr empfehlenswerte Kombination, denn die Homöopathie nimmt Krankheitsursachen auf seelischer Ebene in den Blick (z.B. emotionaler Stress, Kränkungen, seelische Befindlichkeitsstörungen), während die Schüßler-Salze ihren Wirkbereich auf der Körperebene haben.

Pflanzenheilkunde/Phytotherapie

Für dieses Verfahren gilt dasselbe wie für die Homöopathie: Immer wenn die Anwendung eines Mittels oder einer Kräutermischung nicht zum Erfolg führt, lohnt es sich, einen Blick Richtung Mineralstofftherapie zu werfen. Möglich ist es aber auch, beide Methoden von Anfang an zu kombinieren, um für den Patienten ein schnelleres Heilungsergebnis zu erwirken. Häufig führen Methodenkombinationen dazu, dass eine Erkrankung auf verschiedenen Ebenen geheilt wird.

Ernährungsberatung

Die Ernährungsberatung ist ein eigener Zweig in der Naturheilkunde geworden, die jedoch sehr unterschiedliche Richtungen hat. Während die einen Rohkost oder fleischfreie Ernährungsformen empfehlen, richten sich andere Experten nach Ernährungskonzepten wie z.B. Trennkost. Ein Ernährungsberater mit einem TCM-Hintergrund würde eher eine wärmende Ernährung empfehlen, und auch die ayurvedische Ernährung geht in diese Richtung. Unabhängig vom theoretischen Hintergrund, können Schüßler-Salze immer zur Stärkung der Verdauungsorgane und ergänzend bei Übergewicht eingesetzt werden. Gerade ihre schnelle Wirksamkeit kann dazu beitragen, dass eine Ernährungsumstellung leichter gelingt. So lässt sich beispielsweise der unerträgliche Heißhunger eines adipösen Patienten auf Süßes oder Fettes mit den „Heißen Getränken“ aus Nr. 9 Natrium phosphoricum (abends) und Nr. 10 Natrium sulcuricum (morgens) lindern.