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Grundlagen der Biochemie nach Dr. Schüßler - Was tun bei Laktoseintoleranz, Diabetes und Co?

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Grundlagen der Biochemie nach Dr. Schüßler

Was tun bei Laktoseintoleranz, Diabetes und Co?

Menschen mit Laktoseintoleranz können Milchzucker nicht oder nur unvollständig verdauen. Die Ursache hierfür ist ein Mangel oder das völlige Fehlen des Verdauungsenzyms Laktase. Es stellt sich daher die Frage, ob eine Therapie mit milchzuckerhaltigen Schüßler-Tabletten bei einer Milchzuckerunverträglichkeit möglich ist.

Merke

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Entgegen der landläufigen Meinung gibt es keine laktosefreien Schüßler-Tabletten, denn gemäß dem für Hersteller verpflichtenden Homöopathischen Arzneibuch (HAB) müssen die Mineralstoffe für die Biochemie nach Schüßler mit Milchzucker verrieben werden. Der Gehalt an Milchzucker ist laut HAB mit 250 mg pro Tablette ebenfalls vorgeschrieben.

Allerdings bereiten geringe Mengen Milchzucker in Nahrungsmitteln vielen Patienten keine Schwierigkeiten. Aus diesem Grund sind laktosehaltige Arzneimittel wie die Schüßler-Tabletten in der Regel auch für Menschen geeignet, die Milchzucker schlecht vertragen.

Behandlungsempfehlung

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Gemäß der Deutschen Gesellschaft für Ernährung enthält eine laktosearme Kost weniger als 8–10 g Laktose pro Tag. Dies wären umgerechnet 32–40 Tabletten täglich. Bei einer normalen Dosierung der Tabletten wird diese Menge nicht überschritten. Lediglich bei einem Einsatz von vielen „Heißen Getränken“, beispielsweise im Rahmen einer Diätkur, könnte der Grenzwert mit 3–4 Getränken täglich überschritten werden.

Trotzdem ist vielen laktoseintoleranten Patienten das Risiko zu groß, insbesondere wenn sie gerade keine Beschwerden haben. Als Therapeut können Sie nur versuchen, ihre betroffenen Patienten zu einem Versuch mit der alltagstauglichen Tabletteneinnahme zu ermuntern. Wenn der Widerstand aber zu groß ist, sollte man auf Globuli oder Tropfen ausweichen, die laktosefrei sind. Wenn ein Patient – was selten der Fall ist – auch dann noch über Durchfälle oder andere Symptome klagt, die er auf die Schüßler-Salze zurückführt, kann die Therapiemethode nicht eingesetzt werden. Dies gilt selbst dann, wenn es sich „nur“ um eine psychische Überlagerung des Patienten handelt. Drängen Sie ihn nicht. Es stört das Vertrauensverhältnis.

Behandlungsempfehlung

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Diabetiker, die Schüßler-Salze einnehmen, müssen die in den Tabletten enthaltenen Kohlenhydrate wie Milchzucker, Saccharose (Globuli) oder auch Kartoffelstärke genaugenommen berücksichtigen. 1 Broteinheit (BE = 12 g Kohlenhydrate) entspricht dabei ca. 48 Tabletten aus Milchzucker. Das deutsche Diabeteszentrum gibt an, dass bis zu 3 BE bedenkenlos eingenommen werden können, wenn dies über den Tag verteilt geschieht. Alternativ kann auf kohlenhydratfreie Präparate wie Tropfen zurückgegriffen werden, die jedoch Alkohol enthalten.

Damit Schüßler-Salze nach der Herstellung ihre stabile Tablettenform behalten, werden dem Milchzucker unterschiedliche Stoffe beigemischt. Manche Hersteller setzen hierfür Weizenstärke ein.

Behandlungsempfehlung

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Für Patienten mit Zöliakie kann diese geringe Menge bereits Auswirkungen haben, sodass sie schwere Durchfälle oder Entzündungsreaktionen bekommen. Alternativ kann auf Hersteller von Schüßler-Tabletten ausgewichen werden, die Kartoffelstärke einsetzen, die für Zöliakie-Patienten unbedenklich ist.