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Taping für Heilpraktiker - Einleitung

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Taping für Heilpraktiker

Einleitung

Im Nachfolgenden werden alle Leitbahnen inklusive des Konzeptions- (Ren Mai) und Lenkergefäßes (Du Mai) beschrieben.

Beim Meridian-Taping sind folgende wesentliche Punkte zu beachten:

  • Soll die Leitbahn in ihrem Verlauf tonisiert werden, so wird das Tape in Richtung des Energieflusses der Leitbahn mithilfe der Ligamenttechnik auf die Haut geklebt.
  • Soll die Leitbahn in ihrem Verlauf sediert werden, so wird das Tape entgegen des Energieflusses der Leitbahn mithilfe der Muskeltechnik auf die Haut geklebt.
  • Bei beiden Applikationen wird das Gewebe zuvor in Vordehnung gebracht. Dies geschieht über den Hautvorschub durch den Behandler oder aktiv durch den Patienten selbst (z. B. über eine aktive Beugung des Knies bei Applikationen auf der Magenleitbahn).
  • Das Meridian-Taping wird bei Disharmoniemustern im Leitbahnverlauf angewendet. Entsprechend kann das Tape lokal im Bereich der Erkrankung appliziert werden, ohne die gesamte Leitbahn berücksichtigen zu müssen.
  • Zusätzlich zum Tape können sedierende, tonisierende und neutrale Applikationen verwendet werden. Diese sind immer als Erstes auf die Haut aufzubringen.

 

Das Meridian-Taping ist zur Behandlung eines weiten Spektrums von Disharmoniemustern im Leitbahnverlauf geeignet. Zudem kommt es in Betracht, um Fülle oder Leere mit einem direkten Leitbahnbezug zu behandeln (z. B. Schulterschmerzen, die in Bezug zur Dickdarmleitbahn stehen).

Behandlungsempfehlung

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Für organbezogene Erkrankungen bietet sich das Zang-Fu-Taping an. Unabhängig vom Meridian- oder Zang-Fu-Taping können zusätzlich zu diesen beiden Verfahren sedierende, tonisierende oder neutrale Applikationen verwendet werden. Hierzu zählen z. B. Silber- und Goldkügelchen oder Gittertapes.

Die im Folgenden dargestellten Tapeapplikationen auf den Leitbahnen beziehen sich der Vollständigkeit halber zunächst auf den gesamten Leitbahnverlauf. Anhand von Praxisbeispielen wird die Behandlung einzelner Abschnitte der jeweiligen Leitbahn mit tonisierenden oder sedierenden Applikationen (Tab. 6.6) sowie ergänzend mit Druckapplikationen (Gold- oder Silberkügelchen) vorgestellt.

In der Praxis ist die Lokalisation der Beschwerden im Leitbahnverlauf entscheidend für die Behandlung. Bei Kniebeschwerden im Bereich von Ma34 und Ma35 bzw. von Mi9 und Mi10 wird beispielsweise dieser Abschnitt tonisierend oder sedierend behandelt. Die Applikation ist jeweils von der Diagnostik anhand der 8 Leitkriterien abhängig. Zur Unterstützung des Meridian-Tapings wird das Tape in der Farbe des zugehörigen Elements genutzt (z. B. bei der Behandlung der Magen- oder Milzleitbahn ein gelbes Tape).