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Taping für Heilpraktiker - Begriff des Tapings

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Taping für Heilpraktiker

Begriff des Tapings

Taping ist eine Behandlungsmethode, die mithilfe sog. „elastischer Bänder bzw. Tapes“ durchgeführt wird. Elastische Tapes können in unterschiedlichen Farben erworben werden und weisen eine identische Dehnbarkeit von bis zu 130 % auf. Somit gibt es keine „stark“ oder „weniger stark“ dehnbaren Tapes.

Tapes können grundsätzlich in elastische und klassische Tapes unterteilt werden. Die elastischen Tapes werden sehr häufig eingesetzt, da sie durch ihre Elastizität und Flexibilität vielfältig nutzbar sind. Zu den Einsatzbereichen zählen unterschiedliche Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats, neurologische oder organische Erkrankungen wie die Hemiparese, die Uterussenkung oder eine Divertikulose.

Die elastischen Tapes werden je nach Einsatzbereich in unterschiedlicher Form und Länge zugeschnitten. Bei einem von der Taperolle zugeschnittenen Streifen wird von einem I-Tape gesprochen. Wird dieser Streifen in der Mitte geteilt, handelt es sich um ein Y-Tape. Wird der Streifen gedrittelt oder geviertelt, so wird von einem Fächertape gesprochen. Eine Sonderform der Tapes stellt das sog. „Gittertape“ dar. Dieses ist nicht elastisch und hat sich v. a. bei der Behandlung von Narben, Schmerz- und Triggerpunkten, Tenderpoints oder Akupunkturpunkten bewährt.

Durch elastische Tapes werden Reize auf die Haut übertragen, die unterschiedliche Wirkungen in Bezug auf die Durchblutung, den Lymphtransport, die Muskulatur, das Fasziengewebe und die Hautschichten an sich zeigen. Durch die Elastizität des Tapes kann dieses ohne Spannung bzw. Zug, mit wenig Zug oder mit maximalem Zug auf die Haut appliziert werden. Das Vorgehen ist dabei vom jeweiligen Behandlungsschwerpunkt abhängig. Werden Tapes ohne Zug appliziert, wirken sie „massierend“ und entspannend auf das Gewebe; werden Tapes mit maximalem Zug geklebt, haben sie eine stabilisierende Wirkung auf das Gewebe bzw. auf Gelenke.

Klassische Tapes sind nicht elastisch und werden hauptsächlich dazu verwendet, Gelenke vor Verletzungen wie Prellungen oder Überdehnungen zu schützen. Diese werden überwiegend präventiv im Sportsektor oder als Akutmaßnahme bei Verletzungen von kleinen, mittleren und großen Gelenken eingesetzt.

In der Vergangenheit gab es einige Untersuchungen zur Wirksamkeit von Tapes. Eine Zusammenfassung interessanter Studien ist in dem Kapitel „Studien zur Wirkung“ zu finden.