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Kursangebot | Schüßler-Salze | Zu welchen Erkrankungen kann ein Mangel an Silicea führen?

Schüßler-Salze

Zu welchen Erkrankungen kann ein Mangel an Silicea führen?

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Behandlungsempfehlung

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Allgemeine Anwendungshinweise für Silicea

Potenz: Die empfohlene Potenz ist die D 12. Vorbeugend gibt man 5-mal täglich 2 Tabletten. Zur Behandlung eines Mangelzustands muss die Dosierung auf mindestens 20-30 Tabletten täglich erhöht werden. Abhängig von der Symptomatik kann die Einnahmedauer 6-12 Monate betragen, denn Silicea ist ein sehr langsam wirkender Mineralstoff. Eine rasche Besserung der Symptome kann also nicht erwartet werden. Das gilt für nahezu alle auf einen Mangel zurückzuführenden Erkrankungen.

Salbe oder Creme: Insbesondere in der Schwangerschaft empfiehlt sich zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen die Anwendung einer Salbe oder Creme, die das Schüßler-Salz Nr. 11 enthält.

Ergänzende Salze: Eine gute Ergänzung zum Schüßler-Salz Nr. 11 ist das Schüßler-Salz Nr. 1 (Komplementärmittel), die Nr. 2 bei sehr schlanken Menschen, die Nr. 3 in Entzündungsphasen, die Nr. 8 bei extremer Trockenheit sowie Nr. 9 und Nr. 10 bei Übersäuerung und Übergewicht.

Merke

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Bei einem Mangel an Silicea verbessern sich die Beschwerden durch Wärme, warmes Einhüllen und Ruhe. Sie verschlimmern sich bei Neu- oder Vollmond, durch Bewegung, Witterungswechsel, abends und nachts sowie durch Geräusche und geistige Anstrengung.

Haut und Schleimhäute

Silicea ist einer der wichtigsten Mineralstoffe zur Stärkung der Hautoberfläche, er verleiht der Haut Robustheit. Während Calcium fluoratum für hohe Elastizität und Spannkraft sorgt und Calcium phosporicum die gesamte Zell- und Eiweißstruktur aufbaut, bringt Silicea Feuchtigkeit ins Gewebe. Der Mineralstoff sorgt für eine Durchlässigkeit der Haut und auch der Schleimhäute und somit dafür, dass Nährstoffe einerseits in die Zellen gelangen können, andererseits aber auch der Abfluss aus den Geweben und damit die Entgiftung gewährleistet ist. Ein Mangel an Silicea zeigt sich daher immer auch an der Haut. Bei einem Mineralstoffmangel wird sie dünner, empfindsamer, es kann sich eine sogenannte Pergamenthaut bilden. Ekzeme mit Jucken und Hauttrockenheit hin bis zu massiver Neurodermitis und Psoriasis können entstehen.

Behandlungsempfehlung

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bei Neurodermitis oder Ekzemen

Mindestens 6-12 Monate lang täglich mindestens 30 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 11 einnehmen. Die Gaben idealerweise gleichmäßig über den Tag verteilen, beispielsweise 6-mal 5 Tabletten.

Ergänzende Salze: Während akuter Entzündungsphasen zusätzlich 7–10 Tage lang 1-bis 2-mal täglich eine „Heiße 3“ anwenden. Bei Juckreiz zusätzlich 4 Wochen lang 1-bis 2-mal täglich eine „Heiße 7“ anwenden. Schlanke, grazile, magere oder alte Menschen sollten zusätzlich mindestens 12 Wochen lang 3-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 2 einnehmen.

Fallbeispiel

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Neurodermitis 

Krankengeschichte: Ein 11-jähriges Mädchen leidet seit seiner Geburt unter Neurodermitis. Stark ausgeprägt sind die Ekzeme in den Ellenbeugen, sie sind dort etwa so groß wie die Hand einer erwachsenen Frau. An den Kniekehlen sind nur kleine Ekzeme zu sehen. Am stärksten betroffen ist der Mund. Der Hautausschlag zieht sich um den Mund herum, der gesamte Bereich ist rot-entzündlich. Die Lippen sind extrem blass. Das Mädchen kratzt sich den ganzen Tag, an manchen Tagen ist der Juckreiz so stark, dass sie die Haut blutig kratzt. Sie wiegt bei einer Größe von 142 cm nur 32 kg, das Untergewicht ist auch deutlich zu sehen. Sie ist trotz dessen aber insgesamt leistungsfähig. Die offensichtliche Hauterkrankung belastet sie seelisch sehr, denn sie kommt in die Pubertät. Sie hat zwar noch wenig Interesse an Jungs, die Mutter bemerkt aber eine größer werdende Angst.

Verordnung: Für die nächsten 4 Wochen tagsüber stündlich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 11 einnehmen. Wenn eine stündliche Einnahme nicht möglich ist (zum Beispiel während der Schule), dann soll das Mädchen zumindest 20 Tabletten täglich einnehmen. Zusätzlich am Morgen eine „Heiße 3“ und am Abend „Heiße 7“ anwenden.

4 Woche später: Die akute Entzündung im Mundbereich ist deutlich zurückgegangen, die Haut dort ist insgesamt nur noch blassrot. Die Ekzeme in den Ellenbeugen sind nach wie vor groß, aber ebenfalls nicht mehr hochentzündlich. Es sind teilweise trockene Stellen zu erkennen. 

Weitere Verordnung: Einnahme des Schüßler-Salzes Nr. 11 weiter wie bisher, die „Heiße 3“ und „Heiße 7“ pausieren und stattdessen am Morgen eine „Heiße 8“ und zusätzlich 3-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 2 einnehmen.

Nach 3 Monaten: Von dem Ekzem im Mundbereich ist nur noch ein blassroter Rand um den Mund herum übrig, die Lippen sind deutlich rosiger. Das Mädchen hat 3 kg zugenommen und fühlt sich deutlich wohler. Die entzündlichen Areale in den Ellenbeugen sind nur noch münzgroß.

Weitere Verordnung: Das Schüßler-Salz Nr. 11 soll sie mindestens noch weitere 6 Monate einnehmen, die Dosis jedoch auf 10 Tabletten täglich reduzieren. Das Schüßler-Salz Nr. 2 soll für das Mädchen für wenigstens ein Jahr einnehmen, während Wachstumsschüben kann die Dosis auf 5-mal täglich 2 Tabletten erhöht werden. Die „Heiße 8“, „Heiße 3“ und „Heiße 7“ nur noch bei Bedarf anwenden, wenn Trockenheit (Nr. 8), akute Entzündungen (Nr. 3) oder starkes Jucken (Nr. 7) auftreten.

Schweiß

Der Körper versucht bei starker Säurebelastung unter anderem, die Säure über eine verstärkte Schweißabsonderung auszuscheiden. Es bildet sich dann viel stark riechender Schweiß an den Füßen, unter den Achselhöhlen, in den Ellenbeugen. Auch verstärktes nächtliches Schwitzen kann auftreten. Silicea unterstützt den Körper dabei die Säuren soweit abzubauen, dass der Körper sie nicht mehr über die Haut ausscheiden muss.

Behandlungsempfehlung

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zur Schweißregulation

Mindestens 6-12 Monate lang täglich mindestens 30 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 11 einnehmen. Die Gaben idealerweise gleichmäßig über den Tag verteilen, beispielsweise 6-mal 5 Tabletten.

Ergänzende Salze: Bei ausgeprägtem Schwitzen, vor allem im Klimakterium, zusätzlich 1- bis 2-mal täglich eine „Heiße 8“ anwenden.

Ergänzende Behandlung: Bei Nachtschweiß zusätzlich 4 Wochen lang das homöopathische Mittel Acidum phosphoricum in der Potenz D 12 einnehmen, 3-mal täglich 5 Globuli.

Haare und Nägel

Silicea gibt Haaren und Nägeln Festigkeit. Ein Mangel an dem Mineralstoff zeigt sich häufig zuerst durch struppige oder strohige Haare, schreite der Mangel fort, kann es auch zu Haarausfall kommen. Die Einnahme von Silicea kann bei juckender Kopfhaut und Schuppenbildung ebenfalls zu einer Besserung der Symptome führen.

Bei einem Mangel an dem Mineralstoff verändern sich auch die Fingernägel, sie werden weich, instabil, brüchig oder splittern. Nagelbettentzündungen können ebenfalls auftreten.

Behandlungsempfehlung

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bei Haarausfall

Mindestens 6-12 Wochen lang täglich mindestens 30 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 11 einnehmen. Die Gaben idealerweise gleichmäßig über den Tag verteilen, beispielsweise 6-mal 5 Tabletten.

Ergänzende Salze: Das Schüßler-Salz Nr. 21 verstärkt die Wirkung der Nr. 11. Schlanke, zierliche oder magere Patienten sollten zusätzlich 12 Wochen lang 3-mal 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 2 einnehmen. Übergewichtige sollten ebenfalls 12 Wochen lang zusätzlich morgens eine „Heiße 10“ und abends eine „Heiße 9“ anwenden.

Video: Zu welchen Erkrankungen kann ein Mangel an Silicea führen?

 

Zähne

Silicea ist auch für die Zahnstruktur ein wichtiger Mineralstoff. Ein Mangel kann sich in einer starken Kariesanfälligkeit äußern. Das Zahnfleisch muss zudem straff und elastisch sein, damit es die Zähne vor Entzündungen schützen kann und ihnen Halt gibt. Dafür ist es auf Silicea angewiesen.

Merke

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Wenn das Zahnfleisch empfindlich ist gegenüber Kälte, anschwillt, klopfend schmerzt oder sich entzündet, deutet dies auf einen Mangel an Silicea hin.

Nach einer Zahnbehandlung, wenn beispielsweise ein Zahn gezogen worden ist, ist es möglich, dass sich noch kleine Zahnsplitter in der Wunde befinden. Diese können durch die Einnahme von Silicea an die Oberfläche befördert werden. Dasselbe gilt für Eiter an einem Zahn, einer Zahnwurzel oder auch im Kiefer.

Behandlungsempfehlung

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bei Zahnbeschwerden

Achtung: Heilpraktikern ist es verboten, Zahnheilkunde auszuüben. Daher darf die Gabe der Schüßler-Salze nur belgleitend und nach Rücksprache mit einem Zahnarzt erfolgen!

Stärkung des Zahnfleisches: 6 Wochen lang 5-mal täglich 2 Tabletten von den Schüßler-Salzen Nr. 1, 2, und 11 einnehmen.

Splitter nach Zahnextraktion: Stündlich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 11 einnehmen, um Splitter nach außen zu befördern. Die maximale Einnahmedauer beträgt bis zu 10 Tage.

Zahneiterung: 10-mal täglich 3-5 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 11 einnehmen, bis die Eiterung abgeklungen ist.

Knochen und Gelenke

Silicea ist maßgeblich am Aufbau von Knochen, Gelenkstrukturen sowie Knorpel beteiligt.

Knochen erhalten durch den Mineralstoff eine elastische Struktur, die besonders im Bereich des Gelenkskopfs, dem sogenannten Knochengebälk, wichtig ist. Der Mineralstoff bringt dazu Feuchtigkeit in den Knochen (Knochen haben einen Wasseranteil von 10 %). Silicea ist auch wichtig für die umgebende Gelenkskapsel und die Sehnen. Der Mineralstoff sorgt dafür, dass Synovialflüssigkeit viskös bleibt, indem es sie feucht hält. Ein Mangel an Silicea führt zu Arthrose mit der Neigung zu Entzündungen.

Knorpelgewebe müssen extrem belastbar und gleichzeitig elastisch sein. Silicea trägt dazu bei, dass der gefäßlose Knorpel mit Nährstoffen versorgt wird. Er transportiert zudem Feuchtigkeit in den Knorpel, sodass dieser elastisch bleibt.

Behandlungsempfehlung

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bei Arthrose

Mindestens 6-12 Monate lang täglich mindestens 30 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 11 einnehmen. Die Gaben idealerweise gleichmäßig über den Tag verteilen, beispielsweise 6-mal 5 Tabletten.

Ergänzende Salze:  Während akuter Entzündungsphasen zusätzlich 7–10 Tage lang 1-bis 2-mal täglich eine „Heiße 3“ anwenden Bei Schmerzen und Verspannungen zusätzlich 4 Wochen lang ebenfalls 1-bis 2-mal täglich eine „Heiße 7“, anwenden. Schlanke, grazile, magere oder alte Menschen sollten zusätzlich mindestens 12 Wochen lang 3-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 2 einnehmen.

Bindegewebe

Das Bindegewebe setzt sich aus den Bindegewebszellen und der Interzellularsubstanz zusammen, die Freiräume im Gewebe ausfüllt und für eine straffe und glatte Haut sorgt. Bei einem Mangel an Silice entstehen im Bindegewebe Risse, besonders während der Schwangerschaft, wenn sich das Gewebe dehnt. Im Gesicht können Falten entstehen, wenn die Haut bei einem Mangel nicht mehr elastisch ausgefüllt wird. Sie kann dann problemlos zusammengeschoben werden und wirkt knitterig beziehungsweise ist mit zahlreichen kleinen Knitterfältchen übersät.

Im Laufe des Alterungsprozesses wird das Bindegewebe schlaff. Für viele Frauen stellt das ein großes Problem dar und lässt sie nicht selten zu chemischen Mitteln oder chirurgischen Maßnahmen greifen. Mit der regelmäßigen Einnahme von Silicea lässt sich die Bindegewebsschwäche hinauszögern.

Weil Silicea das Bindegewebe von Haut und Knochen festigt, kann es Belastungen durch Druck oder Stöße leicht abgefangen, sodass die Kräfte nicht auf die Gefäßwände von Arterien und Venen einwirken und sie beschädigen. Treten ungewöhnlich oft und schnell Blutergüsse auf, deutet das auf einen Mangel an Silicea hin. Der Mineralstoff kann langfristig eingenommen das Bindegewebe soweit stärken, dass die Anfälligkeit für Blutergüsse nachlässt.

Behandlungsempfehlung

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bei Bindegewebsschwäche

Mindestens 6-12 Monate lang täglich mindestens 30 Tabletten von den Schüßler-Salzen Nr. 11 und Nr. 1 einnehmen. Die Gaben idealerweise gleichmäßig über den Tag verteilen, beispielsweise 6-mal 5 Tabletten von jedem Schüßler-Salz.

Blut und Kreislauf

Der Herzmuskel ist von einer bindegewebigen Schicht ummantelt, die durch Silicea elastisch und leistungsfähig gehalten wird. Mangelt es an dem Mineralstoff, beispielsweise auf Grund einer Säurebelastung, erschlafft auch das Bindegewebe der Herzhülle sowie der Gefäßwände. Anfänglich zeigt sich der Mangel häufig in einer Kreislaufschwäche oder niedrigem Blutdruck. Der Betroffene ist zudem anfällig für Kälte und muss sich stets warm anziehen. Er erkältet sich schnell und ist sehr zugempfindlich.

Nervensystem

Unter einem Mangel an Silicea bleibt die Dämpfung der Impulse an den Synapsen aus. Die Folge ist eine übermäßige Empfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen. Im Gesunden als unproblematisch wahrgenommene Licht- und Schallreize werden daher bei einem Mangel an dem Mineralstoff als besonders stark und belastend empfunden. Starke Kopfschmerzen können in Verbindung mit der Lichtempfindlichkeit auftreten, begleitet von unklaren Schwächeerscheinungen mit Schwindel und Gedächtnisschwäche. Unter dieser Symptomkombination leiden nicht selten Mädchen in der Grundschule. Auffällig ist, dass sie besonders stark ausgeprägte Entscheidungsschwierigkeiten haben und daher häufig in Prüfungen versagen, weil sie sich nicht für eine Antwort entscheiden können.

Behandlungsempfehlung

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für Mädchen mit ADS-Symptomen

Mindestens 6-12 Monate lang täglich 5 -mal 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 11 einnehmen.

Ergänzende Salze: Schmale und zierliche Kinder sollten zusätzlich mindestens 12 Wochen lang 3-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 2 einnehmen.

Augen

Das Auge ist auf eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit angewiesen. Während Natrium chloratum vor allem für die äußere Befeuchtung sorgt, ist Silicea für die Feuchtigkeit des Augapfels wichtig. Sämtliche Teile der Augen, die durch Bindegewebe aufgebaut sind, wie Lid, Hornhaut und Bindehaut, reagieren bei einem Mangel an Silicea auf Krankheitserreger schnell mit Entzündungen. Ein Mangel führt auch zu starker Lichtempfindlichkeit mit Schmerzen selbst bei normalem Tageslicht.

Merke

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Das Ineinanderlaufen der Buchstaben beim Lesen ist ein typisches Zeichen für einen Mangel an Silicea.

Atmungsorgane

Das empfindliche Gewebe der Atmungsorgane reagiert besonders extrem auf einen Mangel an Silicea. Die Schleimhäute trocknen dadurch aus, weshalb Keime und belastende Stoffe entzündliche Prozesse hervorrufen können. Neben einfachem Reizhusten kann eine ausgeprägte Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten entstehen, typisch sind die dabei ebenfalls schnell eintrocknenden Sekrete.

Eine Neigung zur Vereiterung zeigt sich besonders im Bereich der Nasenneben- und Stirnhöhlen, da Bakterien auf den trockenen Schleimhäuten und bedingt durch die mangelnde Belüftung auf Grund des Sekretstaus dort einen idealen Nährboden vorfinden.

Merke

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Silicea ist als langsam wirkendes Mittel nicht für die Akutbehandlung geeignet. Die sollte immer mit den Schüßler-Salzen Nr. 3, Nr. 4 oder Nr. 8 erfolgen.

Ohren

Im Ohr befindet sich ein sehr filigranes Knorpelgebilde, das für das Hören zuständig ist. Ein Mangel an Silicea führt dazu, dass dieses seine Elastizität verliert und das Hörvermögen dadurch vermindert ist. Auch das im Ohr befindliche Gleichgewichtsorgan funktioniert nur bei entsprechender Elastizität einwandfrei. Kommt es zu einem Mangel an Silicea, wird zudem der Schall nicht mehr über das sonst elastische Trommelfell übertragen. Trocknet der Knorpel auch im Innenohr aus, büßt er seine Funktion als Resonanzkörper ein. Der Schall wird nicht mehr zum Hörnerv weitergeleitet, Schwerhörigkeit entsteht.

Säureüberlastungen können die lokale Immunabwehr noch stärker schwächen, wenn diese ohnehin schon durch einen Infekt herabgesetzt ist. Der Köper verbraucht dann viel Silicea, um die Säure zu binden. Ist er dadurch nicht mehr in der Lage Krankheitserreger nach außen zu transportieren, bildet sich Eiter. Im Bereich der Ohren ist der äußere Gehörgang entzündlich geschwollen. Aus dem Innenohr können Absonderungen austreten. Eiterungen des Mittelohrs, die sich auf das Mastoid hinter dem Ohrläppchen ausweiten und gegebenenfalls eine Hörminderung hervorrufen, sind typisch. Die Ohren fühlen sich „verstopft“ an, wenn sie sich öffnen, hört der Betroffene einen lauten Knall. Sobald bei einer Mittelohrentzündung der Verdacht auf Eiterbildung aufkommt, ist die Einnahme von Silicea empfohlen.

Vorsicht

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Bildet sich bei einer Mittelohrentzündung Eiter, ist immer ein Arzt zu konsultieren. Silicea kann nur begleitend einsetzen.

Behandlungsempfehlung

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bei chronischer Mittelohrentzündung

Bei Kindern mit chronischen Mittelohrentzündungen kann es sinnvoll sein, Silicea parallel zu den Akutmitteln und darüber hinaus einzusetzen.

Mindestens 12 Wochen lang 3-mal täglich 2 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 11 einnehmen.

Ergänzende Salze: Während akuter Entzündungen die Behandlung mit dem Schüßler-Salz Nr. 11 aussetzen, dafür die Schüßler-Salze Nr. 3, Nr. 4 oder Nr. 8 anwenden.

Verdauungssystem

Im Verdauungssystem hat der Mangel an Silicea auch eine Schwächung des Bindegewebes zur Folge. Im Darm äußert sich die Bindegewebsschwäche in einer Neigung zu Lebensmittelunverträglichkeiten sowie entzündlichen Reaktionen für die keine Ursache gefunden wird (das sogenannte Leaky-Gut-Syndrom). Es kommt aber auch häufig zu Verstopfung, wobei der Stuhl nur mit großer Anstrengung teilweise heraustritt und dann wieder zurückgleitet, sodass die Stuhlentleerung extrem erschwert ist. Man spricht auch von „schüchternem Stuhl“.

Harn- und Geschlechtsorgane

Auf Grund der starken Empfindsamkeit, dem ausgeprägten Kälteempfinden und vor allem der Neigung zu frieren, leidet der Silicea-Typ häufiger an Harnwegsinfekten. Sie sind jedoch nicht typisch für einen Mangel an dem Mineralstoff, weshalb aus einer Neigung zu chronischen Harnwegsinfekten auf einen solchen auch nicht geschlossen werden kann.

Sonderindikation: Eiterbildung

Ist der Körper durch Säuren überlastet, leidet die Immunabwehr. Krankheitserreger aller Art können dann leichter in den Körper eindringen und zu Entzündungen führen. Der Körper reagiert darauf mit Abwehrmechanismen, die eine entzündliche Absonderung in den betroffenen Geweben hinterlassen. Diese setzt sich aus Gewebezellen, veralteten und absterbenden Leukozyten sowie Blutserum zusammen – Eiter. Dieser kann eingeschlossen sein im Gewebe oder auch als Belag auf Geweben oder Haut aufliegen wie beispielsweise bei einer Angina oder einer eiternden Wunde.

Silicea ist das Mittel der Wahl bei geschlossenen Eiterungen, denn es kann die Bindegewebszellen um den Eiterherd herum aktivieren, sodass der Eiter aufgebrochen, abgestoßen und durch das Lymphsystem resorbiert oder auch über die Haut nach außen geleitet werden kann.

Behandlungsempfehlung

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bei Panaritium oder Abszess

Stündlich 2-3 Tabletten vom Schüßler-Salz Nr. 11 einnehmen. Sobald der Eiter sich entleert, die Dosierung auf 5-mal täglich 2 Tabletten reduzieren und das Schüßler-Salz noch 4 Wochen lang einnehmen.

Auf die betroffene Hautstelle sollte über Nacht zusätzlich ein Umschlag mit einer Salbe aufgelegt werden, die das Schüßler-Salz Nr. 11 enthält. Meist zeigt sich bereits am nächsten Morgen ein Eiterstippchen, das durch einen Arzt eröffnet werden kann. Ansonsten die Salbenumschläge weiter anwenden, bis die Eiterung möglicherweise auch abgebaut über das Lymphsystem entsorgt wurde.

Merke

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Bei allen Eiterungen mit Abflussmöglichkeit, beispielsweise einer Vereiterung der Nasen-Nebenhöhlen oder des Nierenbeckens, ist das Schüßler-Salz Nr. 12 angezeigt!

Silicea und die Psyche

Menschen, die einen Mangel an Silicea haben, können sich schwer für etwas entscheiden. Sie haben keinen Mut und wollen daher keine Fehler begehen. Sich nicht zu entscheiden gibt vermeintlich Sicherheit. Der leicht zerbrechliche und filigrane Silicea-Typ findet immer jemanden, der ihm hilft, sodass er sich nicht entscheiden muss. Der Entscheidungsschwäche ist das nicht zuträglich. Das hindert ihn zudem in seiner Entwicklung, denn er muss dann das Leben nicht in die eigenen Hände nehmen.

Die starke Sensibilität bei einem Mangel gegenüber äußeren Einflüssen zeigt sich in Ablenkbarkeit und mangelnden Konzentrationsfähigkeit.

Video: Zu welchen Erkrankungen kann ein Mangel an Silicea führen?

 

Organsystem

Hauptsymptome bei einem Mangel an Silicea

Knochen und Muskeln

Osteoporose; Arthrose, Arthritis

Zähne

Neigung zu Karies, Zahnfleischentzündungen, Eiter am Zahn oder im Kieferbereich

Haut

Schwangerschaftsstreifen; Falten im Gesicht; Ekzeme, Neurodermitis, Akne,

Bindegewebe

Schwangerschaftsstreifen; Falten im Gesicht,

Eiterungen

Kieferhöhlenvereiterung Panaritium, Abszesse, Furunkel, Karbunkel

Schweiß

saurer Schweiß, unterdrückte oder übermäßige Schweißproduktion, schwitzige Hände und Füße

Haare und Nägel

Haarausfall, trockene, strohige Haare, Schuppenbildung; weiche, brüchige, splitternde Fingernägel, Panaritium

Blut und Kreislauf

Kälteempfindlichkeit; leicht entstehende Blutergüsse; Hypotonie

Nervensystem

Neigung zu Nervenreizung; Überempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen; Gedächtnisschwäche

Augen

Lichtempfindlichkeit; Entzündungen von Lidern, Hornhaut und Bindehaut

Atmungsorgane

 Erkältungsneigung; Trockenheit der Schleimhäute

Ohren

Katarrh der Eustachischen Röhre mit Hörminderung, Schwerhörigkeit Eiterungen des Mittelohrs, chronische Mittelohrentzündung bei Kindern

Verdauungssystem

Lebensmittelunverträglichkeiten, Durchfall; Verstopfung mit Stuhl, der wieder zurückgleitet

Harn- und Geschlechtsorgane

Neigung zu Blasenentzündung bei Silicea-Typ