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Grundlagen der Biochemie nach Dr. Schüßler - Warum werden Schüßler-Salze meist als D6 oder D12 verordnet?

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Grundlagen der Biochemie nach Dr. Schüßler

Warum werden Schüßler-Salze meist als D6 oder D12 verordnet?

Man spricht bei den Potenzen D6 beziehungsweise D12 von „Regelpotenzen nach Dr. Schüßler“, da er diese genau so definiert hat:

„Alle in Wasser unlöslichen Stoffe (Ferrum phosphoricum, Calcarea fluorica, Silicea) müssen bis auf mindestens die 6. Stufe der dezimalen Verdünnungs-Skala verbracht werden; die in Wasser löslichen können auch in niedrigeren Verdünnungen durch die erwähnten Epithelzellen treten.“ (Schüßler, W.H.: Abgekürzte Therapie. Schulzesche Buchhandlung 1904, S.13).

Es ist unklar, warum er gerade diese Potenz wählte. Als Homöopath war er mit der Potenzierung von Wirkstoffen vertraut. Zudem hatte er durch die damals gerade aufkommende moderne Zellforschung erkannt, dass nur einzelne Ionen in eine Zelle eindringen können. Möglicherweise begann Schüßler mit einer D1 zu experimentieren und steigerte die Potenzen so lange, bis er das beste Ergebnis erzielte.

Bei den drei im Zitat genannten Mineralstoffen stellte er offenbar fest, dass sie vom Körper schwerer aufgenommen werden. Die höhere D12-Potenz sorgt demnach bei Nr. 1 Calcium fluoratum, Nr. 3 Ferrum phosphoricum und Nr. 11 Silicea für eine bessere Resorption.

Manche Firmen bieten die Schüßler-Salze auch in tieferen Potenzen, wie einer D3 an. Meist sind diese Produkte für eine äußerliche Anwendung bestimmt (z.B. als Badezusatz). In Salben und Cremes kommt meist eine D4-Potenz zum Einsatz. Für eine innere Anwendung ist das Ausweichen auf tiefere Potenzen nicht empfehlenswert. Sinnvoller ist stattdessen, mehr Tabletten einer höheren Potenz zu nehmen, da auf diese Weise dem Körper die Aufnahme erleichtert wird.

Merke

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Für die Praxis sollte man sich deshalb an das Konzept von Dr. Schüßler halten und generell die Potenz D6 verwenden, mit Ausnahme der genannten Nummern 1, 3 und 11, die als D12 zu verabreichen sind.

Hinweis

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Achten Sie deshalb bei der Ausstellung eines Rezeptes immer auf die entsprechende Potenz des Schüßler-Salzes, da in der Apotheke je nach Schwerpunkt verschiedene Potenzen eines Salzes vorrätig sein könnten.

Hohe Potenzen wie die C30, C200 oder sogar LM-Potenzen, die in der Homöopathie eingesetzt werden, sind in der Mineralstofftherapie nach Dr. Schüßler nicht vorgesehen. Sie gehen auf ein homöopathisches Wirkprinzip der Reiztherapie zurück und haben damit einen ganz anderen Ansatz als die Biochemie nach Dr. Schüßler.