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Homöopathie bei akuten Erkrankungen - Was ist die Lebenskraft?

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Homöopathie bei akuten Erkrankungen

Was ist die Lebenskraft?

Die Arzneimittelprüfung, das Ähnlichkeitsprinzip und die Potenzierung bilden die drei homöopathischen Grundprinzipien, und sie greifen eng ineinander. Das Ähnlichkeitsprinzip ist dabei das wichtigste, denn es beeinflusst am stärksten das, was Hahnemann als die sogenannte Lebenskraft bezeichnet.

Die Lebenskraft (auch Dynamis genannt) ist ein ganzheitliches, dynamisches, von Hahnemann entworfenes Modell, das die Regulationsvorgänge im Organismus umfasst und zwar sowohl die materielle, körperlich-stoffliche Ebene als auch die feinstoffliche Ebene. Die Lebenskraft ist es, die die Funktionsfähigkeit aller Lebensvorgänge gewährleistet, z.B. Stoffwechselprozesse, Ausscheidung, Kreislaufregulation, Herztätigkeit, aber auch Denk- und Handlungsart sowie seelische Befindlichkeit.

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Die sogenannte Lebenskraft ermöglicht es, dass wir gesund und kräftig sind, uns so fühlen und es auch bleiben.

Hahnemann bezeichnete die Lebenskraft als geistartig und immateriell. Es handelt sich in seinem Sinne um eine unsichtbare, jedoch ständig anwesende Kraft, die allumfassend ist und lebensorganisierend wirkt, Lebensprozesse hervorbringt und beständig erneuert. Ähnliche Modelle von einer den Menschen innewohnenden Lebenskraft kennen auch andere Medizinsysteme wie die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) mit dem Qi und der Yoga bzw. der Hinduismus mit dem Prana.

Hahnemann selbst schrieb zur Lebenskraft: „Im gesunden Zustand des Menschen waltet die geistartige, als Dynamis den materiellen Körper (Organism) belebende Lebenskraft (Autocratie) unumschränkt und hält alle seine Theile in bewundernswürdig harmonischem Lebensgange in Gefühlen und Thätigkeiten, so daß unser innewohnender, vernünftiger Geist sich dieses lebendigen, gesunden Werkzeugs frei zu dem höheren Zwecke unseres Daseyns bedienen kann. Der materielle Organism, ohne Lebenskraft gedacht, ist keiner Empfindung, keiner Thätigkeit, keiner Selbsterhaltung fähig; nur das immaterielle, den materiellen Organism im gesunden und kranken Zustand belebende Wesen (das Lebensprincip, die Lebenskraft) verleiht ihm alle Empfindungen und bewirkt seine Lebensverrichtungen.“

Wir alle kennen Situationen in unserem Leben, in denen wir energielos sind. Diesen Situationen sind häufig belastende Ereignisse vorausgegangen, z.B. viel Arbeit oder Anspannung im Beruf, eine lange Zeit der Prüfungsvorbereitung mit anschließender Prüfung oder die Erkrankung eines Familienangehörigen, etc. Diese belastenden Zeiten „fressen“ unsere Lebensenergie auf. Es fehlte uns danach an Lebenskraft. In diesen kraftlosen Zeiten erkranken wir häufiger, bekommen beispielsweise eine Erkältung, Migräne oder eine Ischialgie.

Eine Erkrankung hat im Sinne Hahnemanns nie nur körperliche Symptome. Wir bekommen also nicht nur Schnupfen und Husten, Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen. Es zeigen sich immer auch Symptome auf der sogenannten Geist- und Gemüts-Ebene, wie man es in der Homöopathie nennt. Wir sind also beispielsweise zusätzlich zu den körperlichen Symptomen gereizt, niedergeschlagen oder/und wollen uns am liebsten verkriechen. Denn es fehlt nicht nur auf körperlicher Ebene die regulierende Kraft, sondern auch auf geistig-seelischer.

 

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Nach Hahnemann ist der Mangel an Lebenskraft verantwortlich dafür, dass wir krank werden und zwar an Körper, Geist und Seele.